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Sportmix Segeltalent Felix Kupky startet bei WM
Sportbuzzer Sportmix Segeltalent Felix Kupky startet bei WM
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18:08 08.07.2019
Der 16-Jährige Felix Kupky (r.), hier bei der Europameisterschaft in Tschechien, will auch bei der Weltmeisterschaft aufs Podium. Quelle: Patrik Pollack
Warnemünde

Einen Tag länger als gedacht musste Felix Kupky warten, ehe er endlich seiner Leidenschaft, dem Windsurfen, nachgehen durfte. Der 16-Jährige ist einer von 113 Teilnehmern, die bei der 82. Warnemünder Woche um den Titel bei der Raceboard-Weltmeisterschaft kämpfen. Nachdem er am Sonntag zusammen mit seinen Kontrahenten noch dem Starkwind und dem zu kräftigen Wellengang Tribut zollen musste, konnte er den Start gestern kaum erwarten. Aber selbst dieser verzögerte sich noch in den Montagnachmittag hinein. Erst 15 Uhr wurde die erste Wettfahrt mit drei Stunden Verspätung absolviert. „Das war schon sehr anstrengend. Wir Sportler haben letztlich am Strand gewartet und gehofft, dass es endlich losgeht“, sagt Kupky.

Die Verspätung konnte ihm aber nichts anhaben. Er fährt in der Wertung der Unter-23-Jährigen gleich vorne mit und will am Ende auf dem Treppchen stehen. „Das hängt natürlich auch von den Bedingungen ab. Aber bei dem Wind hier vor Warnemünde kann man sehr gut surfen“, sagt der Schüler, der mit seinem bislang größten sportlichen Erfolg im Rücken an die Ostseeküste gereist ist.

Im Mai triumphierte der Berliner bei den Europameisterschaften der U-23-Raceboarder, setzte sich in starker Manier im tschechischen Nove Mlyny gegen seine Konkurrenz durch. Und dass, obwohl es sein erster großer Wettkampf im Raceboard war. „Ich bin davor erst fünf Wettfahrten gefahren. Dass es so schnell mit so einem Erfolg klappt, hätte ich nicht erwartet“, zeigt sich das Surftalent überrascht.

Zu seinem sportlichen Glück kam Felix Kupky eher zufällig. „Bei einem Urlaub auf der Insel Fehmarn wollte meine Mutter unbedingt einen Surfkurs machen. Dafür hatte sie einen Gutschein geschenkt bekommen. Da hat sie mich vor die Wahl gestellt, entweder mitzumachen oder an Land zu warten. Und da mir langweilig war, fiel mir die Entscheidung leicht“, erinnert sich der Jugendliche.

Schnell entwickelte sich diese schicksalhafte Begegnung mit dem Wassersport zu einer Erfolgsgeschichte.

Beim Windsurfing Club Hamburg lernte Kupky zunächst das Surf-ein-mal-eins. 2015 führte ihn sein Hobby das erste Mal an die Ostseeküste und zugleich zur Warnemünder Woche. Als damals 12-Jähriger wurde eines der größten Windsurf-Talente Deutschlands auf dem Modell Bic Techno 293 überraschend und doch souverän Deutscher Meister bei den U-15-Junioren.

Bei der Weltmeisterschaft ein Jahr später in Italien landete Kupky unter den besten 50 Athleten in der Goldgruppe. Auch das war ein großer Erfolg für den jungen Segelsportler.

Seit 2018 steht er nun auf den Raceboards, die mit einem größeren Segel ausgestattet sind, und mischt die Konkurrenz gehörig auf.

Die Weltmeisterschaften vor Warnemünde sind für den Berliner etwas ganz Besonderes. Denn nur wenige Wochen nach dem Abschluss der Wettkämpfe zieht Kupky nach Paris. Dort wird er die Deutsche Schule besuchen und sein Abitur ablegen. „Meine Mutter zieht dort aus beruflichen Gründen hin. Ich bin echt gespannt, wie es wird. An Surfmöglichkeiten wird es nicht mangeln, ich habe schon was gefunden, wo ich trainieren kann“, berichtet Felix Kupky.

Doch bevor er seinen neuen Lebensabschnitt im Nachbarland beginnt, konzentriert er sich voll und ganz auf die Wettkämpfe bei der Warnemünder Woche. Bis Sonntag hat der sympathische Blondschopf Zeit, sich in den Geschichtsbüchern der Junior-Raceboarder zu verewigen und den nächsten Titel in seiner noch jungen Laufbahn einzuheimsen.

René Warning

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