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Sportmix Lena Meißner: Triathletin aus Neubrandenburg
Sportbuzzer Sportmix Lena Meißner: Triathletin aus Neubrandenburg
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08:49 09.09.2019
Triathletin Lena Meißner (21) aus Neubrandenburg auf dem Fahrrad beim Hamburg Water World Triathlon Quelle: Imago
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Neubrandenburg

Die Triathletin Lena Meißner ist 21 Jahre und stammt aus Neubrandenburg. Sie lebt in Saarbrücken, wo sie ab Herbst Sport und Chemie studiert. Meißner gehört zum Perspektivteam der Deutschen Triathlon Union. Sie ist Deutsche Meisterin in der Sprintdistanz im Triathlon. Ihr Ziel ist 2020 die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio. Dafür gibt es im Mai 2020 einen Sichtungswettkampf, für den sie sich gute Chancen ausrechnet.

Meißner sagt, dass ein Großteil ihrer Finanzierung als Sportlerin von ihren Eltern, also rein privat gestemmt wird. Bafög erhält sie als Studentin nicht. Vom Spitzenverband erhält sie pro Jahr Finanzen aus einem Fördertopf, aus denen sie Trainingslager finanzieren kann. Das sind 4800 Euro, von denen die Athletin zwei Trainingslager in Südafrika und auf Mallorca finanzieren konnte. Ein Jahr kostet die Athletin allein an finanziellem Aufwand rund 12 000 Euro.

Monatlich 300 Euro von Sporthilfe und Sponsor

Ihr größter Ausgabeposten sei die Ernährung, die bei Triathleten ein Schlüssel zum Erfolg sei. Meißner muss neben den Trainingslagern die Teilnahme an Weltcups in Madrid und auf Mallorca, in Südafrika, Marokko, Holland und Ungarn sowie die Teilnahme am Asien-Cup in Jordanien finanzieren. Sie erhält monatlich 300 Euro von der Deutschen Sporthilfe und von ihrem Sponsor, dem Heizung & Sanitärunternehmen Owe Gluth in Neubrandenburg. Das Material, zum Beispiel ihr 7000 Euro teures Rennrad, stellt der Radladen Herr Velo in Neubrandenburg. Von der Firma Mandt Büroorganisation GmbH in Neubrandenburg bekommt sie einen Opel Astra gestellt. Den Rest finanzieren ihre Eltern.

Lena Meißner sagt: „Ich denke, ich bin durch die Unterstützung meiner Sponsoren, des Olympiakaders, des Landes und durch Preisgelder recht gut aufgestellt. Wenn man in unserem Sport Weltspitze ist, kann man sich sehr gut finanzieren. Den absoluten Topleuten geht es nicht schlecht. Dazu gehören aber sehr wenige und die verdienen weitaus weniger als jeder Fußballprofi. Aber wenn man in einem reichen Land wie Deutschland, das sich gern mit seinen erfolgreichen Sportlern schmückt, sagt, man sei Fußballprofi, antworten alle: ‚Wow!‘ Wenn man sagt, man ist Profisportler, wird man gefragt: ‚Und wovon lebst du?‘“

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