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Volleyball SSC dreht Spiel: Feuer erst spät entflammt
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SSC Palmberg Schwerin dreht gegen SC Potsdam das Spiel

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15:34 14.02.2021
Der SSC-Block mit Taylor Agost, Lauren Barfield und Gréta Szakmáry (v.l.) steht.
Der SSC-Block mit Taylor Agost, Lauren Barfield und Gréta Szakmáry (v.l.) steht. Quelle: FOTO: DIETMAR ALBRECHT
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Schwerin

Nach einer emotionalen Partie und dem besseren Ende für die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin gegen den SC Potsdam hatte Trainer Felix Koslowski großes Lob für seine Mannschaft parat. „Wir haben es heute geschafft, ein Feuer zu entflammen. Waren wir in den ersten zwei Sätzen noch zu lieb und zögerlich, haben wir es dann aber geschafft, den Schalter umzulegen“, sagte er am Samstag nach dem 3:2 (21:25, 21:25, 25:9, 26:24, 15:13)-Sieg nach 0:2-Rückstand und einem abgewehrten Matchball. Für die Mecklenburgerinnen war es der fünfte Sieg in Serie.

Mit 21:25 und 21:25 hatte der SCC die ersten Durchgänge abgegeben, dann mit 25:9 aufgetrumpft, um im vierten Satz beim Stand von 23:24 und Matchball für Potsdam wiederum am Rande einer Niederlage zu stehen. Beim deutschen Rekordmeister stimmte vor allem in den ersten beiden Sätzen die Angriffsquote noch nicht. Der SSC braucht zu viele Anläufe, um zu punkten. Doch die Schwerinerinnen stemmten sich erfolgreich dagegen. Mit starken Aufschlägen brachten sie die Gäste bereits bei der Ballannahme in Bedrängnis. Sie erzwangen mit einem denkbar knappen 26:24 im vierten Satz den Tiebreak, den sie schließlich 15:13 für sich entschieden.

An der Seitenlinie wurde es im Laufe der Partie zunehmend hektischer und lauter. Und so sahen nach Ende des vierten Durchganges Koslowski und auch Potsdams Coach Guillermo Naranjo Hernandez die Rote Karte. „In diesem Spiel geht es für beide Mannschaften um sehr viel und es sind einfach extrem viele Emotionen dabei. Bei den Mannschaften und natürlich auch bei uns Trainern“, sagte Koslowski mit Blick auf die Ereignisse abseits des Feldes. Schwerins Libera Anna Pogany meinte dazu: „Die Diskussionen am Feldrand kriegen wir als Spieler auf dem Feld natürlich mit. Aber es ist auch schön zu sehen, dass die Trainer Emotionen zeigen, davon lebt der Sport.“

Dass ihre Mannschaft erst sehr spät, aber zum Glück nicht zu spät in die Partie geklommen ist, musste die 26-Jährie einräumen. „Wir haben ab dem dritten Satz gemerkt, dass wir etwas holen können. Wir haben dann Vollgas gegeben.“ Unbeeindruckt von dem hitzigen Randgeschehen gaben die Schwerinerinnen Gas. Marie Schölzel, Lina Alsmeier und bei den ganz wichtigen Bällen Routinier Greta Szakmary punkteten fleißig. Auch die Einwechslung von Ana Takagui brachte den Potsdamerinnen keinen neuen Impuls. Mit 15:13 konnte sich der Rekordmeister aus Schwerin am Ende durchsetzen und damit zwei wichtige Punkte im Rennen um die deutsche Meisterschaft sichern.

Beide Teams sehen sich in zwei Wochen im Pokalfinale in Mannheim wieder. Und nicht nur das Duell am Samstag war ein spannender Schlagabtausch. Zum vierten Mal nacheinander ging ein Liga-Spiel zwischen beiden Teams über fünf Sätze, dreimal triumphierte Schwerin.

Von Markus Tischler und Kai Rehberg