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SSC Palmberg Schwerin freut sich auf Abenteuer Champions League

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16:51 29.11.2020
SSC-Akteurin Hayley Spelman,(r.) war am Sonnabend beim 3:1 gegen Suhl beste Schwerinerin. Quelle: CORNELIUS KETTLER
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Schwerin

Die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin haben sich mit einem Pflichtsieg in der Bundesliga auf das Champions-League-Vorrundenturnier in dieser Woche in Italien eingestimmt. Das Team von Trainer Felix Koslowski bezwang am Samstagabend den VfB Suhl in der heimischen Palmberg-Arena nach 100 Spielminuten mit 3:1 (26:24, 25:17, 21:25, 25:15). Beste SSC-Spielerin war die Amerikanerin Hayley Spelman mit 20 Punkten. Die beiden Außenangreiferinnen Lina Alsmeier (17) und Greta Szakmary (15) standen ihr wenig nach.

Von Dienstag bis Donnerstag sind die Mecklenburgerinnen in Florenz im ersten Vorrundenturnier der neuen Champions League gefordert. Dort treffen sie auf SkyRes Rzeszow aus Polen (morgen, 20.30 Uhr) sowie auf die italienischen Topteams von Savino Del Bene Scandicci (Mittwoch, 17.30 Uhr) und Busto Arsizio (Donnerstag, 17.30 Uhr). „Das ist die wohl ausgeglichenste Gruppe, die es in der Champions League gibt”, meint Koslowski.

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Fast zwei Jahre ist es her, als die SSC-Volleyballerinnen in der Volleyball-Königsklasse den haushohen Favoriten Imoco Volley Conegliano mit 3:0 deklassierten. 2000 Zuschauer verwandelten die heimische Arena an einem denkwürdigen Abend in ein Tollhaus. „Dieses Spiel gehört zu den besten Erinnerungen in meiner Karriere”, schwärmt Kapitänin Greta Szakmáry noch heute.

Nach einjähriger Abstinenz greifen die Landeshauptstädterinnen nun erneut in der Champions League an. Am Sonntagmorgen machte sich der SSC-Tross auf den Weg nach Florenz. Greta Szakmáry hofft, „dass wir auch in diesem Jahr wieder für die eine oder andere Überraschung sorgen können”. Die 28 Jahre Ungarin freut sich vor allem auf das Duell mit Scandicci. Mit Kimberly Drewniok und Luna Carocci stehen zwei frühere SSC-Spielerinnen im Team der Italienerinnen. „Das bringt immer Salz in die Suppe, wenn man gegen ehemalige Teamkameradinnen antritt”, meint die 1,86 Meter große Außenangreiferin.

Darüber hinaus geht mit Magdalena Stysiak ein Ausnahmetalent für Scandicci auf Punktejagd. Koslowski schwärmt von der 2,03 Meter großen Polin, die am Donnerstag 20 wird: „Das ist der große aufgehende Stern am Volleyball-Himmel, das neue Wunderkind.” Ihr Verein Scandicci sei der klare Favorit in der Gruppe, meint der SSC-Coach. Er sieht sein Team auf Augenhöhe mit den beiden anderen Kontrahenten Rzeszow und Arsizio.

Die Champions League wird in diesem Jahr erstmals in Turnierform ausgespielt. „Wir sind alle gespannt darauf, das neuen Format zu erleben”, sagt Koslowski, der weiterhin auf Nationalspielerin Marie Schölzel (Bänderriss im Sprunggelenk) verzichten muss. Ihren Part im Mittelblock soll Lea Ambrosius (20) übernehmen. „Wir haben mehrere Champions-League-Debütantinnen. Das ist eine große Herausforderung für uns, aber wir freuen uns alle darauf”, versichert der 36-Jährige.

Von Florenz und seinen Meisterwerken der Renaissance wird sein Team kaum etwas sehen. Corona lässt Abwechslung nicht zu. Die fünf Tage seien mit Training, den drei Spielen, Video-Einheiten sowie Physiotherapie gut verplant, meint Koslowski. „Selbst wenn wir Sightseeing machen dürften, würde wahrscheinlich keine Zeit dafür bleiben. Es wird sich alles zwischen Hotel und Halle abspielen, aber das sind wir gewohnt.”

Nach der Rückkehr aus der Toskana wird sich der SSC-Tross bis mindestens 9. Dezember in Quarantäne begeben. Davon betroffen ist auch das Bundesliga-Spiel gegen die Roten Raben Vilsbiburg, das verschoben wird. Der neue Termin steht noch nicht fest.

SSC-Geschäftsführer Michael Evers geht davon aus, dass auf Grund der Pandemie auch die für Anfang Februar geplante Rückrunde in Schwerin vor leeren Rängen stattfinden wird. „Dadurch geht uns ein großer Batzen Geld verloren”, sagt Evers. Die Finanzspritze des Landes, das Schwerins Abenteuer Champions League mit 100 000 Euro unterstützt, kommt gerade recht. „Das Geld wird uns helfen, aber bei weitem nicht die Ausgaben decken”, meint Evers.

Die Partien des SSC Palmberg Schwerin werden im Internet unter xyzsports.tv übertragen.

Von Stefan Ehlers