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Volleyball SSC schwimmt weiter auf der Erfolgswelle
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SSC Palmberg Schwerin gewinnt Spitzenspiel gegen Pokalsieger Dresden 3:2

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14:19 23.02.2020
Die Schwerinerinnen McKenzie Adams, Anna Pogany, Marie Schölzel, Greta Szakmary, Louise Lippmann und Britt Bongaerts (v.l.) bejubeln ihren Sieg gegen Dresden. Quelle: FOTO: CORNELIUS KETTLER
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Schwerin

Die Volleyballerinnen vom SSC Palmberg Schwerin bleiben in diesem Jahr ungeschlagen. Der deutsche Vizemeister bezwang am Samstag in der mit 2100 Zuschauern ausverkauften heimischen Palmberg-Arena Pokalsieger Dresdner SC mit 3:2 im Tie Break (21:25, 19:25, 25:20, 25:23, 15:12) und behauptete die Tabellenführung in der Bundesliga-Hauptrunde. „Wir gewinnen das Spiel von der Bank aus: die Rotation, die Wechsel. Das macht bei einer langen Saison den Unterschied“, sagte SSC-Trainer Felix Koslowski bei „Sport1“ nach dem umkämpften Spitzenspiel.

Anfangs sah es so aus, als ob den Schwerinerinnen das 3:1 im Europapokal beim belgischen Meister Asterix Avo Beveren knappe 48 Stunden zuvor in den Knochen steckt. Die beiden ersten Abschnitte gingen verloren, die erste Niederlage in der Liga seit dem ersten Spieltag drohte. Die Dresdnerinnen schlugen druckvoll auf, griffen aus stabiler Annahme variabel an und im Block zeigten sich die Gäste taktisch gut vorbereitet. Dagegen fand der Tabellenführer nicht richtig ins Spiel, leistete sich zahlreiche Aufschlagfehler. „Dresden hat sehr gut gespielt in den ersten zwei Sätzen, hat sehr gut aufgeschlagen. Wir hatten wirklich Probleme in der Annahme“, befand der SSC-Coach.

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Auch im dritten Abschnitt führte der DSC zu Beginn mit 9:5, doch Mitte des Satzes wechselte Koslowski Nationalspielerin Louisa Lippmann ein. Mit ihr kam neue Energie ins Spiel der Schwerinerinnen. Die Mannschaft, wurde von der euphorischen Kulisse nach vorn gepeitscht, steigerte sich und erkämpfte den Satzanschluss. „Wir haben es dann geschafft, uns besser ins Spiel reinzuarbeiten. Du musst erst mal in so einen Flow kommen. Das haben wir geschafft“, lobte Felix Koslowski.

Der vierte Abschnitt blieb bis zum Schluss ausgeglichen, aber Lippmann sorgte in der Schlussphase für den Satzausgleich. Spannend blieb es auch im Tiebreak. Beim 6:8-Rückstand gab beim Dresdner SC Kapitänin Mareen von Römer nach monatelanger Krankheitspause im Zuspiel ihr Comeback. In einer turbulenten Schlussphase hatte Schwerin nach 114 Minuten das bessere Ende für sich. Mit dem mittlerweile 14. Sieg in der Liga behauptete der Vizemeister die Spitze vor Meister Allianz MTV Stuttgart.

Beste Spielerin bei den Mecklenburgerinnen war die US-Amerikanerin McKenzie Adams. Die 28 Jahre alte Außenangreiferin war mit 16 Zählern auch die erfolgreichste Punktesammlerin. Marie Schölzel (13), Louisa Lippmann und Kimberly Drewniok (12) stand ihre allerdings kaum nach.

Von Franko Koitzsch