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Volleyball Meister SSC Schwerin erstmals geschlagen
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22:19 26.12.2018
Enttäuschtung bei den Schweriner Spielerinnen Beta Dumancic und McKenzie Adams (v.l.). Quelle: CORNELIUS KETTLER
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Schwerin

Volleyball-Meister SSC Palmberg Schwerin hat nach neun Siegen in Folge die erste Niederlage in der Bundesliga-Saison kassiert. Die Mecklenburgerinnen verloren am Mittwochabend vor über 1900 Zuschauern in der ausverkauften heimischen Arena gegen Vizemeister Allianz MTV Stuttgart mit 1:3 (25:20, 21:25, 22:25, 23:25), behaupten aber dennoch die Tabellenführung. Der Titelverteidiger liegt mit 25 Punkten noch zwei Zähler vor den ungeschlagenen Stuttgarterinnen, die eine Partie weniger bestritten haben. Dritter ist Pokalsieger Dresdner SC mit 18 Punkten.

SSC-Trainer Felix Koslowski schickte anders als im vorangegangenen Auswärtsspiel beim SC Potsdam (3:0), als er mit Denise Hanke, Jennifer Geerties und Tessa Polder drei Leistungsträgerinnen geschont hatte, vom ersten Aufschlag an seinen ersten Sechser aufs Feld. Der allerdings hatte zunächst Schwierigkeiten, den starken Stuttgarter Block zu überwinden, und lag schnell mit 8:12 zurück. Dann aber steigerten sich die Mecklenburgerinnen und brachten den ersten Abschnitt mit einem starken Angriff über McKenzie Adams unter Dach und Fach.

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Mehr Sicherheit verlieh die Führung den Gastgeberinnen die Führung allerdings nicht. Stuttgart wirkte stabiler und leistete sich weniger Fehler vor allem bei den Aufschlägen. Dennoch blieb es auch in der Folge überaus spannend, weil beide Vertretungen insgesamt gleichwertig waren. „Das ist ein offener Schlagabtausch: Punkt um Punkt“, urteilte die verletzte Schweriner Nationalspielerin Marie Schölzel auf der Tribüne.

Stuttgart, wo Cheftrainer Giannis Athanasopoulos zu Weihnachten seinen vertrag um weitere zwei Jahre bis 2021 verlängerte, hatte in den beiden folgenden Abschnitten das bessere Ende für sich. Schwerin fing sich aber noch einmal und schien im vierten Satz einen Tie Break erzwingen zu können. Aber selbst eine 16:10-Führung gaben die Mecklenburgerinnen noch aus der Hand.

Mit der Niederlage in der Partie der beiden besten deutschen Volleyball-Teams endete für den SSC ein überaus erfolgreiches Jahr mit einem Wermutstropfen. Im April verteidigte Mecklenburg-Vorpommerns einzige Mannschaft mit internationalem Renommee die deutsche Meisterschaft erfolgreich. Im Oktober folgte nach der Sommerpause im Duell gegen Pokalsieger Dresdner SC der erneute Gewinn des Supercups.

Nach fünfjähriger Pause gelang zudem ein hoffnungsvoller Start in die Champions League. Das Auftaktspiel der Vorrundengruppe D wurde zwar beim polnischen Vizemeister ŁKS Commercecon Łódź mit 1:3 verloren. Im ersten Heimspiel lieferte Koslowskis Team gegen den italienischen Titelträger Imoco Volley Conegliano mit einem glatten 3:0 einen Gala-Auftritt ab, der die Hoffnungen auf das Erreichen der nächsten Runde nährte.

Im neuen Jahr schlagen die Mecklenburgerinnen in der Bundesliga zum ersten Mal am 9. Januar beim VC Wiesbaden auf. In der europäischen Königsklasse geht es am 23. Januar mit einem Auswärtsspiel bei Savino Del Bene Scandicci, dem zweiten italienischen Gegner in der Vorrundengruppe, weiter.

Gert Glaner

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