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Volleyball „Für den Verein geht es ums Überleben“
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Volleyball-Zweitligist SV Warnemünde bangt nach Saisonabbruch um seine Zukunft

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15:10 15.03.2020
Trainer Jozef Janosik vom SV Warnemünde sitzt nach einem Familienbesuch in seiner slowakischen Heimat fest. Quelle: Foto: Tommy Bastian
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Warnemünde

Für alle Volleyballfans und die Vereine ist der sofortige Saisonabbruch in der 1. und 2. Bundesliga wegen der Coronavirus-Epidemie eine harte und schwer zu verdauende Entscheidung. „Das so etwas passiert, ist völlig außergewöhnlich - damit rechnet man überhaupt nicht“, erzählt Teammanager Christian Hinze vom Zweitligisten SV Warnemünde. „Sportlich ist das natürlich katastrophal. Wir hätten gerne unseren Schwung aus den vergangenen Spielen mitgenommen, um auch wieder zu Hause bei unseren Highlight-Spielen zu überzeugen“, erklärt der ehemalige Spieler. „Auch für die Fans ist es schade, dass die Saison ein so frühen Schlussstrich bekommen hat.“ Drei Heimspiele des SVW fallen dadurch weg – und damit auch Einnahmen.

Wie groß der Verlust ist, konnte Hinze noch nicht beziffern. Das soll ab dieser Woche aufgearbeitet werden. „Jetzt ging es erstmal darum, alles auf Rückzug zu stellen. Aber es ist schon ein harter Schlag“, betont Hinze. Durch den Saisonabbruch haben die Vereinsverantwortlichen jetzt alle Hände voll zu tun. „In Sachen Sponsorenarbeit und Kaderplanung wird das für uns jetzt schwieriger. Alles wird sich nach hinten verschieben“, erklärt der Teammanager. „Außerdem sind aktuelle und potenzielle Sponsoren jetzt auch alle mit sich selbst beschäftigt.“ Hinze befürchtet, dass die Situation sogar existenzbedrohend werden könnte. „Wir sind nur ein kleiner Verein. Vor uns steht jetzt die Aufgabe, dieses kleine Unternehmen, denn das sind wir ja, in die Zukunft zu bringen. Es geht ums Überleben.“

Spieler, Vereinsmitarbeiter oder Zuschauer scheinen vorerst nicht vom Virus betroffen zu sein. „Allerdings können wir nur telefonisch Rücksprache halten, da wir momentan keine Mannschaftssitzungen abhalten“, erklärt der Manager. Bis auf Trainer Jozef Jánošík befinden sich alle Spieler in Rostock. Während der Coach am Wochenende seine Familie in der Slowakei besuchte, machte sein Heimatland die Grenzen dicht. Nun sitzt er dort fest.

Wegen der Ansteckungsgefahr und weil die Stadt Rostock alle Sporthallen geschlossen hat, kann bei den Zweitliga-Volleyballern vorerst bis Ostern kein Training stattfinden. Und erst im September sollte die neue saison beginnen. „Für unsere junge Mannschaft ist so eine lange Pause natürlich nicht so gut“, sagt Hinze. Seine Hoffnung: „Spätestens zum Ende des Frühlings hin sollte es bei uns wieder normal losgehen.“ Wann das genau sein könnte, ist offen.

Von Alexander Stepanek und Kai Rehberg

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