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Sportmix Rettungsschwimmer gehen in Australien in die Verlängerung
Sportbuzzer Sportmix Rettungsschwimmer gehen in Australien in die Verlängerung
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15:54 26.11.2018
Holte dreimal WM-Gold: Danny Wieck. Quelle: DLRG
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Adelaide.

Nach der WM kommt die „Interclub“-Wettkampf: Die meisten Starter der Rettungsschwimmer-Nationalmannschaft gehen nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft in Adelaide in die „Verlängerung“. Sie nehmen noch an den Wettbewerben ihrer Vereine teil, was praktisch einer WM auf Klubebene gleichkommt. Bis nächsten Sonntag stehen noch einmal dieselben Entscheidungen in der Halle und am Strand auf dem Programm.

Die Starter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) um den überragenden Stralsunder Danny Wieck können dabei noch weiteren Lorbeer sammeln. Die Titelkämpfe beendeten sie auf Platz vier der Nationenwertung hinter Gastgeber Australien, Neuseeland und Frankreich. In den 23 Entscheidungen hatten die zwölf deutschen Rettungsschwimmer bei den Beckenwettbewerben insgesamt neun Medaillen gewonnen: sechsmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze. Mit drei WM-Titeln (davon zwei in der Staffel) und einmal Silber stockte Danny Wieck seine imponierende Medaillensammlung bei internationalen Titelkämpfen weiter auf. Sein ebenfalls aus Stralsund stammender Vereinsgefährte Christian Ertel stand ihm mit zwei „Goldenen“ in der Staffel nur wenig nach.

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„Unsere Sportler haben sich wirklich sehr gut geschlagen, mit etwas mehr Glück wäre in der Länderwertung sogar ein Platz auf dem Podium drin gewesen“, sagte Holger Friedrich. Der Teammanager spielte dabei unter anderem auf die Verletzung von Daniel Roggenland an. Deutschlands bester Rettungssportler im Freigewässer verletzte sich bei den Strandwettbewerben an der Schulter. Für das danach anstehende Einzelfinale und auch die abschließende Staffel fiel der Rettungsschwimmer aus Harsewinkel in Westfalen an seinem 25. Geburtstag aus. Friedrich: „Das ist besonders für Daniel bitter, denn er hat sich lange auf diesen Moment vorbereitet und hart trainiert, um sich hier mit den Besten der Besten messen zu können.“

Diese Gelegenheit bot sich dagegen Carla Strübing, die wie Wieck und Ertel für die DLRG-Ortsgruppe Anklam startet, am bei den Strandwettbewerben in Glenelg. Die 20-Jährige qualifizierte sich bei ihrer ersten Weltmeisterschaft für drei Einzelfinals und erzielte auf dem Rettungsski als Zehnte ihr bestes Ergebnis. „Ich kann mit meinen Leistungen absolut zufrieden sein und mit den Stars aus Australien und Neuseeland an den Start zu gehen, war schon ein besonderes Erlebnis für mich“, so die aus Hamburg stammende Strübing.

Am Sonntagvormittag hatten Christian Ertel als Fünfter und Jasmin Dziuron aus Kamen als Achte im Strandkurzsprint Beach Flags viele Punkte gegenüber der Konkurrenz sammeln können. Auch Roggenland und Strübing sorgten dafür, an Italien auf Platz vier vorbeiziehen zu können. Im letzten Wettbewerb des Tages wurde es noch einmal eng. „Wir waren zwischenzeitlich hinter die Italiener zurückgefallen, aber Carla hat uns mit dem Rennen ihres Lebens gerettet“, kommentierte Friedrich.

Kai Rehberg und Martin Holzhause