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Sportbuzzer TSV-Damen mit punktlosem Kaltstart
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TSV-Damen mit punktlosem Kaltstart

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16:16 10.01.2022
TSV-Teamchefin Lisa Schoknecht blickt auf eine schwere Rückrunde.
TSV-Teamchefin Lisa Schoknecht blickt auf eine schwere Rückrunde. Quelle: Reiko Grawert
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Rostock

Weil die Tischtennis-Damen vom Oberligisten TSV Rostock Süd wegen Corona-Auflagen am letzten Hinrunden-Spieltag nicht beim Niendorfer TSV antreten konnten/wollten, verloren sie kampflos mit 0:10 (OZ berichtete). Aber der Rostocker Protest hatte Erfolg. Das neuangesetzte Spiel war auch von den Gastgeberinnen „von Anfang an gewünscht“, hob TSV-Kapitänin Lisa Schoknecht hervor und ergänzt: „Wir wollen alle nur Tischtennis spielen.“ Am letzten Samstag war es soweit, aber das Resultat nur unweit besser – der TSV Süd verlor mit 2:8.

„Wenn man hier irgendwas Positives herausziehen möchte“, holt die Teamchefin tief Luft, „dann, dass Lea (Piontkowsky, Anm. d. Red.) ihr erstes Einzel in der Liga geholt hat und dass wir nicht 0:10 verloren haben“ und kann ihre Resignation dennoch nicht verbergen. Besonders die Personalsituation drückt der 30-Jährigen aufs Gemüt. Erneut mussten die Rostockerinnen ohne ihre Spitzenspielerin Sandy Lingstädt antreten. Dazu fehlen mit Sophia Haack und Claudia Probst weiterhin zwei Aufstiegsheldinnen (beide in Babypause). „Und dann noch Corona – Spaß sieht anders aus“, ringt Schoknecht mit ihrer Motivation.

Im Wiederholungsspiel legten die Südlerinnen einen kompletten Fehlstart hin. Erst im sechsten Spiel holte Melanie Plötz den ersten Satz, aber nicht das Match. Damit stand der Hamburger Heimerfolg bereits fest. Erst dann kam mit Maxi Langschwagers 3:0-Erfolg gegen Niendorfs Spitzenspielerin Nicola Kölln der erste Zähler auf das Rostocker Konto. Das persönliche Erfolgserlebnis von Piontkowsky, die gegen die viel höher eingestufte Katja Decker mit 3:1 gewann, freute das gesamte Team und setzt vielleicht nochmal einen neuen Impuls. Denn der ist bitter nötig, weil die Hanseatinnen nach Abschluss der Hinrunde mit 3:13 Punkten 8. Platz (Relegation) liegen und damit nur einen Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz.

Von Ulrich Creuznacher