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Sportbuzzer Triathlon-Talent fiebert WM-Premiere entgegen
Sportbuzzer Triathlon-Talent fiebert WM-Premiere entgegen
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14:39 28.08.2019
Triathlet Johannes Vogel (TC FIKO Rostock) beim Lauftraining im Leichtathletikstadion. Quelle: Stefan Ehlers
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Rostock

Vom Rostocker Stadthafen nach Nienhagen schwimmen. Mit dem Rad nach Leipzig fahren. Oder nach Schwerin laufen. So in etwa könnte das wöchentliche Trainingsprogramm von Johannes Vogel aussehen – zumindest, was die Entfernungen angeht. Der 22 Jahre alte Rostocker gehört zu den größten deutschen Triathlon-Hoffnungen auf den kurzen Distanzen.

Großes Ziel: Olympische Spiele in Paris 2024

Sein großes Ziel ist eine Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris. „Für 2020 ist der Zug fast schon abgefahren“, weiß Vogel. Der Kampf um Qualifikationspunkte für Tokio läuft seit anderthalb Jahren. Der Rostocker hat kaum noch Chancen, im Ranking in den Nominierungsbereich vorzustoßen. Beim vorolympischen Rennen in Japans Metropole wurde bereits das erste Ticket vergeben. Johannes Vogel war in Tokio nicht dabei. Er vertritt Ende August bei den U-23-Weltmeisterschaften in Lausanne (Schweiz) die deutschen Farben. Es ist seine WM-Premiere. Auf eine Platzierung mag er sich nicht festlegen: „Ich möchte mich so teuer wie möglich verkaufen.“

Wechsel an Olympiastützpunkt nach Potsdam

Der Mecklenburger wechselte vor knapp zwei Jahren an den Olympiastützpunkt nach Potsdam. „Ich starte aber weiterhin für Rostock“, versichert der 1,88 Meter große und 63 Kilogramm schwere Athlet.

Bei seinen Heimatbesuchen – pro Jahr vier bis fünf – schaut er bei seinem Verein TC FIKO und Trainer Andreas Klütsch vorbei. Der 30 Jahre alte Coach beschreibt den zurückhaltenden Sportler als „Arbeitstier, das sich ein Bein ausreißt, um zu Olympia zu kommen.“ Johannes habe die Lücke zur deutschen Spitze geschlossen. Jetzt brauche er Konstanz und ein bisschen Ellenbogen, meint der Coach. Johannes’ Stärke sei die Ausgeglichenheit in den drei Disziplinen, urteilt Klütsch, der auch Vogels „ehrliche und transparente Art“ schätzt.

Johannes Vogel war schon als Kind vielseitig veranlagt. Er versuchte sich im Radsport, Schwimmen und Handball – bis er zum Triathlon stieß. „Ich dachte mir, das kann man ja mal ausprobieren – und hab Gefallen an diesem Sport ­gefunden.“ Der Mix aus drei Sportarten mache den Reiz aus, fügt er hinzu.

Gewinn der Silbermedaille bei den deutschen Meisterschaften

Anfang August holte Johannes Vogel bei den offenen deutschen Meisterschaften in Berlin als Gesamt-Fünfter Silber in der U-23-Wertung – und schwärmt noch heute von den „Finals“. „Das war mega-cool“, meint der Hansestädter, der in Potsdam in einer Ein-Zimmer-Wohnung, dicht am Olympiastützpunkt, lebt.

Er hat sich an der Uni Potsdam einschreiben lassen, „aber ich studiere noch nicht wirklich“, meint Johannes, der sich eine Ausbildung zum Sportwissenschaftler vorstellen kann und damit in die Fußstapfen von Trainer Klütsch treten würde.

Doch zunächst konzentriert sich der talentierte Vogel auf seine sportliche Laufbahn. Für den Erfolg arbeitet er hart. Rund 30 Stunden pro Woche, in denen er schwimmt, Rad fährt oder läuft.

Von Stefan Ehlers

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