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Sportbuzzer 82. Warnemünder Woche startet wechselhaft
Sportbuzzer 82. Warnemünder Woche startet wechselhaft
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18:18 07.07.2019
Die Segler der J/22-Klasse segelten am Sonnabend die Pre-Worlds, einen Vorwettkampf der Weltmeisterschaft. Der offizielle Wettstreit startet am Dienstag. Quelle: Pepe Hartmann
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Warnemünde

 Das hatten sich die Segler bei der 82. Warnemünder Woche sicher anders vorgestellt. Nach dem erfolgreichen ersten Segeltag am Sonnabend verhinderte aus dem Norden kommender Starkwind gestern sämtliche geplanten Starts auf dem Segelrevier vor der Ostseeküste. Lediglich bei der Traditionsregatta „Rund Bornholm“ machten sich die Segelcrews auf die Reise in Richtung der dänischen Insel – allerdings mit vier Stunden Verspätung, da der Wind zum Abend hin schwächer wurde.

Peter Ramcke, Wettfahrtleiter der Warnemünder Woche, nahm den Ausfall der Wettkämpfe gelassen hin. „Segeln ist ein Natursport. Da muss man sich manchmal den Bedingungen beugen“, sagte der Sportdirektor mit einem Schmunzeln, fügte dann aber mit ernster Stimme an: „Die Sicherheit aller Teilnehmer geht vor. Das müssen wir immer im Blick haben, wenn wir einen Start oder eine Absage debattieren.“

Dass trotz aller Sicherheitsmaßnahmen die Weltmeisterschaft der Raceboarder nicht wie geplant starten konnte, wurmte den Sportdirektor dennoch. „Es ist schade, dass wir nicht direkt loslegen konnten. Aber die Surfer kamen durch das große Segel kaum über die Brandung.“

Dabei ging das erste Wochenende bei einer der begehrtesten Segelveranstaltungen der Welt richtig gut los. Am Samstag konnte trotz bereits widriger Bedingungen das komplette Segelprogramm durchgezogen werden. So starteten die Raceboarder auf ihren Windsurf-Brettern zumindest wie geplant bei ihren Testwettkämpfen, um das Segelrevier nahe vor dem Strand von Warnemünde zu erkunden. Etwa 100 Sportler tummelten sich auf dem Wasser.

Zu dem nun auf heute verlegten Start der Raceboard-Weltmeisterschaft haben sich insgesamt 113 Sportler angemeldet. Bis Sonntag kämpfen sie um den Sieg in der Gesamtwertung.

Auch die Segler in der Bootsklasse J/22 gingen bei den sogenannten Pre-Worlds an den Start. Das sind Vorwettkämpfe, die den Teilnehmern die Möglichkeit geben soll, sich mit den Bedingungen im Wettfahrtrevier vertraut zu machen. Mit deutlichem Vorsprung machte der Niederländer Merlijn Rutten zusammen mit seinen Crewmitgliedern das Rennen. Allerdings stieg der Favorit auf den WM-Titel, Reiner Brockerhoff, nach zwei von drei Wettfahrten aus. Der Duisburger, der unter französischer Flagge startet, dürfte ab Dienstag zu den dominantesten Seglern im Feld gehören.

Während die WM-Segler erst in die Wettfahrten starten, dürfte im Laufe des Montagabends bereits das schnellste Boot von der Regatta „Rund Bornholm“ in den Yachthafen Hohe Düne zurückkehren. Zu den Favoriten gehören die Boote „Ospa“ und die „Tutima“. Der Gesamtsieg allerdings wird erst feststehen, wenn das letzte Boot zurückgekehrt ist. Denn da unterschiedliche Bootstypen an den Start gehen, wird die Segelzeit mit Hilfe eines Koeffizienten neu berechnet.

Insgesamt starteten aufgrund der Wetterbedingungen nur 20 Boote. Die Crew der „Ospa“ allerdings hat sich in diesem Jahr vorgenommen, genau diese Witterung auszunutzen und ihren eigenen Rekord aus dem Jahr 2017 zu brechen. Damals kamen sie als schnellstes Schiff im Hafen nach 28 Stunden und 34 Minuten ins Ziel.

René Warning

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