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Sportbuzzer Sportdirektor Peter Ramcke zieht Teilfazit
Sportbuzzer Sportdirektor Peter Ramcke zieht Teilfazit
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13:34 11.07.2019
Peter Ramcke, Sportdirektor Quelle: Ove Arscholl
Warnemünde

Mit dem Start des Laser-Europacups ging es gestern in den zweiten Teil der Warnemünder Woche. Wettfahrtleiter Peter Ramcke zieht im Interview ein Zwischenfazit und spricht über infrastrukturelle Herausforderungen beim maritimen Großevent.

 

Herr Ramcke, wie bewerten sie die erste Hälfte der Warnemünder Woche?

Peter Ramcke: Wir sind am vergangenen Wochenende mit stürmischer See gestartet, die uns dann auch den Sonntag als Wettfahrttag verhagelt hat. Allerdings haben wir den Start der Seeregatte „Rund Bornholm“ gut durchgebracht. Dass wir dann eine Rekordfahrt erleben, hat sich zwar angedeutet. Aber das sind dann doch immer aufregende Momente. Dazu haben wir zwei Weltmeisterschaften, die das absolute Zugpferd bei der Warnemünder Woche sind.

 

Wie verliefen die Titelkämpfe?

Eindrucksvoll. Wir haben absolut verdiente und bärenstarke Sieger bei den Raceboardern. Die Teilnehmer und die Jury haben zeitlich sehr gut gearbeitet und sehr viele Wettfahrten durchgebracht. Die Sportler waren mit den Abläufen sehr zufrieden. Dazu kommt, dass sehr viele Zuschauer an den Strand gekommen sind, um die Rennen von dort zu beobachten.

 

Und bei den J/22-Seglern?

Die WM läuft noch bis Sonnabend. Wir haben am Mittwoch bei Kaiserwetter gleich vier Durchgänge geschafft, weil vorhersehbar war, dass der Wind abflaut und die Segelbedingungen nicht rosig werden. Die Segler waren alle sehr müde, aber sehr froh, was sie alles geschafft haben. Aber es ist auch ein starkes Teilnehmerfeld vor Ort. Alle freuen sich auf die nächsten Starts.

 

Sie erwähnten „Rund Bornholm“. Ist das ein Rekord für die Ewigkeit?

Die Strecke in 24 Stunden und 54 Minuten zu absolvieren, das ist schon ein starkes Brett. Diesen Rekord nochmal zu brechen ist vielleicht möglich, aber dazu muss der Wind schon richtig peitschen. Die Ospa-Crew hat das hervorragend gemacht und ist spitzenmäßig gesegelt.

 

Bei der Regatta wird es aber Veränderungen geben?

Das ist richtig. Wir werden nach dem Feedback der Segler im kommenden Jahr wieder am Montag starten und werden uns im Winter auch über ein neues Konzept der Durchführung unterhalten. Ziel muss es sein, die Attraktivität der „Rund Bornholm“ zu steigern.

 

Was können die Segelfans am zweiten Wochenende noch erwarten?

Die finalen Rennen um die J/22-WM versprechen nochmal starke Action auf dem Wasser. Dazu kommt der Laser-Europacup mit 215 Teilnehmern, also der größten Flotte im Feld. Dazu kommen die Up- und Down-Fahrten der Dickschiffe und internationale Klassen wie den Finn-Booten oder den 420ern.

 

In diesem Jahr gab es an der Mittelmole und andernorts einige bauliche Maßnahmen. Inwiefern haben diese die Wettfahrten beeinträchtigt?

Nicht so stark wie gedacht. An der einen oder anderen Stelle hatten wir etwas weniger Platz, aber immer genug, um ohne Probleme auszukommen.

 

Und wie sieht es im kommenden Jahr aus?

Durchaus ähnlich. Die Einschränkungen werden zum Glück nicht so groß sein, dass sie uns wirklich daran hindern, gute Wettfahrten anzubieten und auch durchzuführen. Da hat die Stadt, die die Warnemünder Woche nun organisiert, zusammen mit dem Tourismusbüro gute Voraussetzungen geschaffen. Allerdings mussten wir außerhalb der Warnemünder Woche die geplanten Junioren-Europameisterschaften der 420er und 470er und die Master Worlds im 470er absagen, die im August 2020 stattfinden sollten. Da stehen einige wichtige Teilflächen nicht zur Verfügung. Bei der Warnemünder Woche wird uns das aber nicht beeinflussen.

René Warning

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