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Vorpommern-Greifswald Neue Bürgerschaft am Ryck stark zersplittert
Thema Specials Kommunalwahl 2014 Vorpommern-Greifswald Neue Bürgerschaft am Ryck stark zersplittert
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02:35 26.05.2014
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Greifswald

Mehrere neue Bündnisse haben den Sprung in die Greifswalder Bürgerschaft geschafft und wirbeln die Kräfteverhältnisse damit deutlich durcheinander. Stärkste Kraft bleibt die CDU, sie verliert jedoch zwei Sitze. 11 von 43 Abgeordneten stellen die Christdemokraten (41 von 43 ausgezählten Wahlbezirken).

„Es war klar, dass es mit mehr Playern schwierig wird, weiter zu wachsen. Wir hatten aber gehofft, auf 13 Bürgerschaftsmitglieder zu kommen“, kommentiert Bürgerschaftspräsident Egbert Liskow (CDU) das Wahlergebnis. Er geht davon aus, dass seine Partei Stimmen an die Kompetenz für Vorpommern (KfV) verloren hat. Die Wählergemeinschaft, die zum ersten Mal bei der Bürgerschaftswahl antrat, kam auf drei Sitze, ebenso die Alternative für Deutschland. Auch die Piratenpartei gehört zu den Neulingen im Stadtparlament, künftig vertreten mit zwei Abgeordneten.

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Viertes neues Bündnis ist der Alternative Liste, die aus internen Querelen bei den Grünen hervorgegangen ist. Ein Ex-Grüner wird in Greifswald mitentscheiden. Genau einen Sitz haben die Grünen verloren, konnten mit vier Abgeordneten aber erneut Fraktionsstärke erreichen. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Frauke Fassbinder, die seit 2009 in der Bürgerschaft sitzt.

Fraktionsstärke verloren haben sowohl die FDP (zwei statt vier) als auch die Bürgerliste (drei statt vier). Dass es bei der starken Zersplitterung zu einer festen Koalitionen kommen wird, ist unwahrscheinlich. Bereits in der letzten Legislatur gab es wechselnde Mehrheiten, weil die CDU an Stimmen verloren hatte.



Katharina Degrassi