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America first? Okay – aber Ostfriesland second
America first? Okay – aber Ostfriesland second
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16:57 07.02.2017
Make Ostfriesland great again.  Quelle: Ostfriesland Tourismus GmbH
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Hannover/Leer

„Lieber Mr. President, wir verstehen natürlich, dass Amerika zuerst kommt. Aber können wir nicht einfach sagen, dass Ostfriesland an zweiter Stelle steht?“ So beginnt und endet – frei aus dem Englischen übersetzt – der Facebook-Post für ein Video, das sich gerade rasend schnell in sozialen Netzwerken verbreitet.

Mit dem Beitrag der Ostfriesland Tourismus GmbH steigt das niedersächsische Küstengebiet in das von Satirikern initiierte Rennen um die Gunst der USA ein. In dem 4:45 Minuten langen Video zählen die Macher all die Vorzüge der Region auf, mit denen sie hoffen, bei US-Präsident Donald Trump punkten zu können. Auf Englisch natürlich, damit er das auch versteht, und getreu dem Vorbild-Beitrag des niederländischen Satirikers Arjen Lubach mit kurzen Sätzen und Aussagen, in denen ein Superlativ den nächsten jagt.

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„We don’t need 140 characters to communicate.“

Von Boßeln, über Teekultur und Miss Ostfriesland bis hin zu Scooter: Die aufgezählten Fakten müssten eigentlich überzeugen, dass Ostfriesland auf den zweiten Platz gehört. Andere Länder können schließlich mit Ostfriesland einfach nicht mithalten. Immerhin wurde hier 885 die „Friesische Freiheit“ erfunden. Die Windmühlen der Niederlande? Das können die Ostfriesen besser. Und die Italiener mit ihrem schiefen Turm? „It’s fake“, schreiben die Video-Macher. „Unsere Türme neigen sich viel stärker als alle anderen Gebäude der Welt.“

Auch die Sprache der Ostfriesen dürfte Trump gefallen. Bekanntlich ist Twitter ja das bevorzugte Kommunikationsmittel des US-Präsidenten. Das kommt den Ostfriesen gelegen. „Wir brauchen keine 140 Zeichen“, heißt es in dem Video. „Wir sagen einfach den ganzen Tag ,Moin’. Den Rest des Tages reden wir nicht sehr viel.“

Und auch die bedingungslose Amerika-Liebe teilen die Ostfriesen mit dem US-Präsidenten. Weil sie gar nicht genug von Amerika bekommen konnten, haben sie gleich ihren eigenen Ort gegründet, der so heißt.

Fast 8500 Likes, mehr als 16.000-mal geteilt

Außerdem wird in dem Video die Fähigkeit der Ostfriesen gerühmt, Mauern (sprich: Deiche) zu bauen. „Sie sind riesig und sehr lang: Und wir haben die EU dazu gebracht, sie zu bezahlen. Fantastisch! Beschützt von unseren Grenzpatrouillen (Schafen). Nicht einmal Mexikaner kommen rüber.“

Der Beitrag wurde nach seiner Veröffentlichung am Montag innerhalb von 20 Stunden mehr als 16.000-mal geteilt. Fast 8500 Nutzer klickten auf „Gefällt mir“.

Von RND/HAZ/Elisabeth Woldt