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Lauter Ton zerstört Festplatten in Rechenzentrum
Lauter Ton zerstört Festplatten in Rechenzentrum
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18:49 23.04.2018
Ein Feueralarm hat ein schwedisches Rechenzentrum lahmgelegt. Quelle: dpa
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Stockholm

Ein besonders lautes Alarmsignal hat in einem schwedischen Rechenzentrum Digiplex einen hohen Schaden angerichtet. Wie das Technik-Portal „Bleeping Computer berichtet, wurde am Montagmorgen ein Feueralarm in dem Gebäude ausgelöst.

Da Rechenzentren nicht mit Wasser löschen können, ohne die Hardware zu beschädigen, verfügen die meisten Serverräume über Gas-Löschsysteme. Unter enormem Druck werden die Leitungen bei einem Alarm geöffnet. Das dadurch entstehende laute Geräusch beschädigte im Falle von Digiplex zahlreiche Festplatten.

Weil keine Backup-Server zur Verfügung standen, kamen kurzzeitig mehrere Banken und die elektronische Börse Nasdaq zum Erliegen. Rund ein Drittel der Nasdaq-Server stehen im Digiplex-Zentrum. Wegen des Zwischenfalls konnte die Börse in Schweden, Dänemark, Finnland, Island und dem Baltikum nicht wie regulär um 9 Uhr beginnen. Erst um 14 Uhr waren die Probleme behoben. Wie ein Nasaq-Sprecher gegenüber „Bleeping Computer“ mitteilte, habe es in ganz Schweden nicht genug Server gegeben, um den Schaden aufzufangen.

Es ist nicht der erste Fall, bei dem ein lauter Ton enorme Schäden in einem Rechenzentrum anrichtet. 2016 wurden in Bukarest Festplatten der rumänischen ING zerstört. Auch hier entstand das Geräusch beim Freilassen der Löschgase.

Von RND/mkr