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Multimedia Googles Cloud-Spieledienst „Stadia“ startet im November
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16:53 07.06.2019
Ein Controller für Googles neuen Spieledienst Stadia ist am Rande der Entwicklerkonferenz Google I/O zu sehen. Bei Stadia sollen die Spiele auf Servern im Internet statt auf Konsole oder PC laufen. Quelle: Andrej Sokolow/dpa
Mountain View

Googles Cloud-Spieledienst Stadia, mit dem der Internet-Konzern gegen Konsolen und Gaming-PCs antritt, kommt zum Start im November auch nach Deutschland. Die Idee dahinter: Statt auf einem Gerät des Nutzers sollen die Spiele bei Stadia auf hochgerüsteten Google-Servern im Netz laufen. Die Voraussetzung dafür ist eine schnelle Internet-Leitung.

Google gibt Preise für Hardware und Abo bekannt

Google hatte Stadia im März angekündigt, aber damals noch keine Angaben zu Preisen oder dem Spieleangebot gemacht. Das hat der Internet-Konzern jetzt nachgeholt. Wer zum Start im November dabei sein will, muss demnach 129 Euro für das Streaming-Gerät Chromecast Ultra und einen Controller zur Spielsteuerung ausgeben. In dem Angebot inklusive sind auch drei Monate des Abo-Dienstes Stadia Pro, die sonst jeweils 9,99 Euro kosten. Abo-Kunden bekommen schärfere 4K-Bilder und Zugang zu einer Auswahl von Spielen.

Analysten sind vom Spiele-Angebot enttäuscht

Allerdings enttäuschte das Angebot die Erwartungen einiger Analysten, weil in dem Abo hauptsächlich ältere Titel inbegriffen sind. Von den aktuellen Games ist bisher nur „Destiny 2“ dabei. Andere werden hinzugekauft werden müssen – wie auf anderen Plattformen auch. Das werde es für Stadia schwieriger machen, Kunden anzulocken, kritisierte Analyst Pierce Harding-Rolls von der Marktforschungsfirma IHS Markit. Google habe bisher nicht gezeigt, dass der Internet-Konzern Kunden besser versorgen kann als traditionelle PC- und Konsolen-Plattformen.

Auch Analyst Michael Pachter von der Finanzfirma Wedbush meinte, Abodienste seien ohne eine breite Auswahl von Inhalten schwer zu verkaufen. „Wenn man ein Netflix für Spiele werden will, muss man 1000 Games im Angebot haben“, sagte er der „Financial Times“. Für einige hundert Euro bekommt man auch schon eine Spielekonsole.

Kostenlose Version soll im 2020 starten

Eine kostenlose Version von Stadia soll erst im kommenden Jahr folgen. Ihre Nutzer bekommen dann als Bildqualität Full-HD- statt der besseren 4K-Auflösung sowie nur Stereo- statt Mehrkanal-Ton. Für 4K-Bilder empfiehlt Google eine rund 35 MBit pro Sekunde schnelle Leitung, für Full-HD sind immer noch rund 20 MBit pro Sekunde notwendig. Wichtig ist auch die Reaktionszeit, denn die Steuerbefehle vom Controller müssen die Server praktisch sofort erreichen können.

Es sei auch unklar, ob die im März angekündigte Möglichkeit, den Spielverlauf von Stadia-Games gleichzeitig live bei Youtube zu übertragen, zum Start schon verfügbar sein wird, schrieb der Technologieblog „The Verge“ unter Berufung auf Google-Manager. Möglich soll allerdings sein, Spiele direkt aus einer Werbeanzeige bei Youtube zu starten – das Herunterladen entfällt bei Stadia.

Stadia soll auf Pixel-Smartphones laufen

Der Dienst soll zum Start auch auf Googles hauseigenen Smartphones Pixel 3 und 3a laufen, weitere sollen folgen. Das Spielen mit Stadia unterwegs dürfte allerdings angesichts der hohen Anforderungen an Geschwindigkeit und Reaktionszeit der Internet-Verbindung sowie des massive Datenvolumens erst mit Ausbreitung der superschnellen 5G-Netze wirklich Realität werden.

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Von RND/seb/dpa

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