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Mit #metwo gegen Rassismus im Alltag
Mit #metwo gegen Rassismus im Alltag
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13:15 27.07.2018
Ali Can, Schöpfer des Hashtags #MeTwo, unter dem Erfahrungen mit alltäglichem Rassismus geteilt werden können. Quelle: Bastei Lübbe/Manfred Eßer
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Berlin

Der neue Hashtag #MeTwo verbreitet sich wie ein Lauffeuer im Netz – als Mittel, individuelle Erlebnisse des alltäglichen Rassismus im Einwanderungsland Deutschland zu schildern. Ins Leben gerufen wurde #MeTwo von Ali Can. Der Lehramtsstudent aus dem Münsterland hatte vor zwei Jahren bereits seine „Hotline für besorgte Bürger“ gegründet, aus der auch ein Buch entstand. Can, der als Kleinkind 1995 mit seinen Eltern nach Deutschland kam, will mit der Hotline Menschen die Möglichkeit geben, über Flüchtlingskrise, Integration und andere Themen sprechen zu können, ohne gleich in eine bestimmte Ecke gestellt zu werden.

Auslöser für die #MeTwo-Aktion war die Debatte um alltäglichen Rassismus, die durch die Özil-Affäre neue Nahrung erhielt. „Es geht dabei aber nicht in erster Linie um Özil. Es geht um jeden Deutschen, der einen Migrationshintergrund hat“, sagte Can der „Deutschen Welle“. Mehr als 10.000 Deutsche haben den Hashtag schon genutzt.

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„MeTwo“ steht dabei für zwei Identitäten, für zwei Herzen, die in der Brust von Can schlagen. Auf der Website „Perspective Daily“ forderte Can: „Es wird Zeit für ein „MeToo der Menschen mit Migrationshintergrund, die sich tagtäglich diskriminiert sehen.“

Von RND/dk