Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Roboterwagen-Firma von GM erhält Milliarden für Taxi-Service
Roboterwagen-Firma von GM erhält Milliarden für Taxi-Service
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
16:35 31.05.2018
Die Firmenzentrale des Autokonzerns General Motors in Detroit. Quelle: Uli Deck
Anzeige
Detroit

Die Roboterwagen-Firma des US-Autoriesen General Motors bekommt eine Milliarden-Geldspritze für die Entwicklung selbstfahrenden Taxis.

Der Investitionsfonds des japanischen Technologiekonzerns Softbank investiert insgesamt 2,25 Milliarden Dollar (aktuell 1,9 Mrd Euro) in die GM-Tochterfirma Cruise, wie die Unternehmen am Donnerstag mitteilten. GM Cruise will bereits im kommenden Jahr ein kommerzielles Robotertaxi-Angebot starten.

Anzeige

Selbstfahrenden Autos wird zugetraut, den Verkehr in den Städten dramatisch zu verändern. Ein Folge davon könnte sein, dass der lukrative Teil des Geschäfts in der Autobranche der Betrieb von Fahrdiensten und nicht mehr der Verkauf von Fahrzeugen sein wird. Deshalb arbeiten neben Fahrdienst-Vermittlern wie Uber auch Autohersteller an eigenen Robotertaxi-Services. GM will dabei mit Cruise ein Vorreiter sein.

Softbanks „Vision“-Investitionsfonds will zunächst 900 Millionen Dollar in GM Cruise investieren. Wenn die Roboterwagen-Technologie der Firma marktreif ist, sollen weitere 1,35 Milliarden Dollar folgen. Das soll dem Fonds eine Beteiligung von 19,6 Prozent einbringen. GM behält den Rest. Für die Roboterwagen-Firma bedeutet das eine Gesamtbewertung von 11,5 Milliarden Dollar, während GM an der Börse zuletzt insgesamt rund 53 Milliarden Dollar wert ist.

Der Mutterkonzern GM will ebenfalls 1,1 Milliarden Dollar in Cruise stecken. GM hatte das Start-up Cruise vor rund zwei Jahren übernommen und dort seine Roboterwagen-Entwicklung konzentriert. Die Wagen sind auf Testfahrten vor allem in San Francisco unterwegs. GM rechnet damit, dass die Roboter-Taxis relativ schnell Erlöse in der Größenordnung von hunderttausenden Dollar pro Wagen einbringen.

Softbank sammelte insgesamt rund 100 Milliarden Dollar für seinen ersten „Vision“-Fonds ein, um in zukunftsträchtige Technologien und Unternehmen zu investieren. Das Geld zu großen Teilen aus Saudi-Arabien und Abu Dhabi, auch Apple ist mit rund einer Milliarde Dollar dabei.

Mobilität ist bereits ein Schwerpunkt des „Vision“-Fonds mit Beteiligungen an Uber sowie dessen Wettbewerbern wie Didi Chuxing in China und Ola in Indien. Mit dem Einstieg bei GM Cruise positioniert sich der Softbank-Fonds noch stärker als ein zentraler Player in dem Zukunftsgeschäft.

Nach Angaben von Softbank-Chef Masayoshi Son sollen in den kommenden Jahren weitere „Vision“-Fonds in ähnlichen Größenordnungen aufgelegt werden.

dpa

Mehr zum Thema

Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs dürfen Aufnahmen einer Dashcam nach einem Unfall künftig als Beweismittel verwendet werden. Ein guter Anlass, sich die angebotenen Modelle mal näher anzusehen.

28.05.2018
Auto und Verkehr Was Autofahrer wissen wollen - Was ist eigentlich ein SCR-Kat?

Dieselskandal und EU-Luftreinhalte-Richtlinie - die Reduzierung von Stickoxiden in Großstädten ist ein heiß diskutiertes Thema. Eine Lösung verspricht das SCR-Verfahren. Doch wie funktioniert die Technologie?

29.05.2018

Das kompakte Audi-SUV kam als eingedampfte Version des VW Tiguan auf den Markt. Beim TÜV Report überholt der schnittige Q3 den Bruder aus Wolfsburg jedoch. Dafür muss man auch für den gebrauchten Q3 noch tief in die Tasche greifen.

29.05.2018
Anzeige