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Samsung zeigt neue Smartphone-Oberklasse
Samsung zeigt neue Smartphone-Oberklasse
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19:44 25.02.2018
Die Slow-Motion-App des Samsung Galaxy S9 reagiert auf Bewegungen.
Die Slow-Motion-App des Samsung Galaxy S9 reagiert auf Bewegungen. Quelle: Philip Dethlefs
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Barcelona

Samsung will seine Spitzenposition im hart umkämpften Smartphone-Markt mit zwei neuen Flaggschiff-Modellen untermauern.

Es sei die „perfekte Zeit“, mit dem Galaxy S9 und dem S9+ eine neue Benutzererfahrung zu liefern, sagte DJ Koh, Mobil-Chef von Samsung im Gespräch mit der dpa. Samsung habe seinen Kunden genau zugehört und in der Entwicklung den Fokus auf aktuelle Trends gelegt. Heute stehe längst nicht mehr das Telefongespräch, sondern die Kommunikation mit Bildern und Videos im Vordergrund. „Die Social-Media-Generation hat uns motiviert, die Kameratechnologie in den Mittelpunkt zu stellen“, sagte Koh auf dem Mobile World Congress in Barcelona. 

Auf dem wichtigsten Treffen der Mobilfunkindustrie präsentieren traditionell die führenden Smartphone-Hersteller ihre neusten Modelle. Smartphone-Marktführer Samsung machte mit seinen beiden neuen Flaggschiff-Modellen den Aufschlag. Selbst bei nächtlichen Lichtverhältnissen soll die Kamera des Galaxy S9+ noch detailreiche Bilder aufnehmen können. Für eine noch persönlichere Kommunikation erstellt das Smartphone zudem aus einem Selfie oder einer Videoaufnahme ein animiertes AR-Emoji und wandelt die individuellen Gesichtszüge in ein 3D-Modell um, das verschiedene Stimmungsausdrücke widerspiegelt.

Die persönlichen Emojis lassen sich im GIF-Format auch auf allen gängigen Plattformen teilen. Eine „Super-Slow-Motion-Videofunktion“ erkennt schnelle Bewegungen und nimmt Sequenzen eines Videos in besonders verlangsamter Zeitlupe auf. Dank automatischer Bewegungserkennung beginnt die Aufzeichnung punktgenau dann, wenn der Sensor eine Bewegung im vordefinierten Bereich erfasst hat.

Den Marktforschern von Gartner zufolge ist der Smartphone-Markt zuletzt erstmals rückläufig gewesen. Auch für traditionsreiche Anbieter wird das Umfeld rauer. Viele Menschen geben zwar viel Geld für neue leistungsfähige Gerät aus, nutzen diese allerdings auch länger als früher. 

Für High-End-Geräte sieht Koh allerdings weiter Luft nach oben. „In Sachen Wachstum sehe ich die Entwicklung nicht negativ“, sagte Koh. Vor allem in Deutschland habe sich im vergangenen Jahr das Geschäft für Samsung gut entwickelt. „Dieses Jahr erwarte ich gerade im Premiumsegment noch mehr.“

Laut Gartner führte Samsung 2017 den Markt der Smartphones mit einem Anteil von 20,9 Prozent deutlich an, gefolgt von Apple mit 14 Prozent und Huawei mit 9,8 Prozent Marktanteil. Auf dem vierten und fünften Platz folgen jüngere Firmen wie Oppo und Vivo aus China.

Vor allem, um in wichtigen, sich gerade entwickelnden Märkten wie Indien oder Brasilien die eigene Weltmarkt-Position zu festigen, haben die führenden Hersteller - außer Apple - in der Regel auch hochwertige Mittelklasse-Geräte im Portfolio. In diesem Bereich ist allerdings die Konkurrenz aus China am stärksten, und es wird für die Anbieter zunehmend schwieriger, sich im Umfeld der Android-Plattform noch entsprechend von der Konkurrenz zu differenzieren. Um so wichtiger bleibt es für die etablierten Hersteller, mit Oberklasse-Smartphones zu punkten.

Zum Start des des MWC waren unterdessen auch erste Abgesänge des Smartphones als allgegenwärtiger Begleiter zu vernehmen. Schon bald würden die mobilen Geräte nach und nach von smarteren Anwendungen, etwa von Datenbrillen ersetzt, schätzte Telekom-Managerin Claudia Nemat. Doch die führenden Hersteller überraschen mit immer intelligenteren Funktionen, neuen Kommunikations-Möglichkeiten und ausgefeilter Kameratechnik.

Ein Ende der Smartphone-Ära sieht DJ Koh noch lange nicht in Sicht. So manche technologische Revolutionen wie die der Dampflok sei zunächst nicht erwartet worden. Heute würden neue Technologien wie erweiterte Realität, immer größere Rechenpower, der Mobilfunkstandard 5G sowie das Internet der Dinge aber schon die nächsten Umbrüche einläuten. „Und das Smartphone ist das einzige Gerät, das immer dabei ist.“

dpa

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