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14:05 01.03.2018
Die ersten Aufträge sind bestätigt, die Erdarbeiten sollten bald beginnen. Quelle: Foto: Dpa/carsten Rehder
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Jeeser

Katrin Dietrich wartet auf bessere (Internet)zeiten. Denn: Nichts geht bei ihr im Netz. „Ich habe die langsamste Leitung, die die Telekom überhaupt noch anbietet, eine 384-RAM-Leitung“, klagt sie am OZ-Telefon. Etwas anderes sei technisch überhaupt nicht möglich, wurde ihr gesagt.

Zwischendurch hat es die Frau aus Jeeser in der Gemeinde Sundhagen auch schon mal bei einem anderen Anbieter, bei Vodafone, und per Router versucht. „Aber hier liegen nicht nur schlechte Leitungen, hier ist auch noch ein Funkloch. Das Geld für den Router und den anderen Vertrag habe ich leider in den Sand gesetzt“, ärgert sie sich. Reumütig sei sie deshalb wieder zur Telekom zurückgegangen und hoffe jetzt auf die angekündigten Glasfaserkabel, die in der gesamten Gemeinde Sundhagen bis Ende 2019 zu einhundert Prozent für jeden Haushalt verlegt werden sollen. „Hoffentlich“, sagt Katrin Dietrich. „Ich wohne etwas abseits, einen Vertrag habe ich leider bisher noch nicht zugeschickt bekommen.“

Nico Dröse, für das Thema Internet und Breitband im Amt Miltzow, zu dem auch Jeeser gehört, tätig, klärt auf: „Frau Dietrich ist dort Mieterin. Angeschrieben werden jedoch die Grundstückseigentümer.“

In solchen Fällen sollten sich die Mieter generell an die Vermieter wenden. In vielen Fällen können auch Hausverwaltungen Aufträge auslösen, wenn eine Vollmacht vorliege. Ansonsten können nur Eigentümer bauliche Veränderungen auslösen. Erste Auftragsbestätigungen mit Auftragsnummern sind mittlerweile bereits von der Telekom an einige Haushalte geschickt, informiert Dröse weiter. Darin sei übrigens vom Lichtwellenleiternetz die Rede. „Das ist aber das gleiche wie ein Glasfasernetz“, klärt er auf.

Bis die Breitbandversorgung dann schließlich auch in Jeeser bei Katrin Dietrich angekommen ist, braucht sie wohl immer noch eine gute Viertelstunde, um sich ein Drei-Minuten-Filmchen auf Youtube anzusehen, wie sie berichtet. Auch eine App herunterzuladen, um dann beispielsweise Fotoalben zu erstellen, funktioniere nicht. „Und mit einer Mail kann ich, wenn ich mal ganz großes Glück und viel Zeit habe, ganz langsam ein einziges Foto versenden“, sagt sie. Auf ein Mobilnetz auszuweichen gehe direkt bei ihr Zuhause eben wegen des Funklochs auch nicht. Katrin Dietrich: „Dabei hat der Nachbar nur ein paar Meter weiter eine total schnelle LTE-Verbindung“.

Almut Jaekel

Stockender Breitband-Ausbau, wenig Interesse an Glasfaser: Unternehmer befürchten langfristig Wettbewerbsnachteile.

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