Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Vorpommern Ein Staatssekretär rechnet ab – und zwar online
Vorpommern Ein Staatssekretär rechnet ab – und zwar online
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:57 19.11.2018
„Der Vorpommern-Fonds läuft seit etwa anderthalb Jahren. Wir haben inzwischen 357 Projekte, die mit Hilfe des Fonds angeschoben und umgesetzt werden konnten“, sagt Patrick Dahlemann. Quelle: Christian Rödel
Stralsund/Greifswald

Das Internet soll jetzt auch in Vorpommern Transparenz schaffen: Nachdem Patrick Dahlemann (SPD), dem Staatssekretär für Vorpommern, von der Opposition im Landtag wiederholt vorgeworfen worden war, dass die Vergabe der Mittel aus dem Vorpommern-Fonds von außen nur schwer nachzuvollziehen sei, soll eine neue Internetseite nun helfen, die Durchschaubarkeit zu verbessern. Unter www.vorpommern-fonds.de sind inzwischen alle Projekte verzeichnet, die aus dem jedes Jahr neu mit drei Millionen Euro gefüllten Topf bezahlt werden.

Die Handhabung der recht übersichtlichen Homepage ist kinderleicht. Man fährt mit dem Mauszeiger über eine Karte der Region. Hinter jeder Stelle, auf der ein pommerscher Greif zu sehen ist, verbirgt sich eine Zuwendung aus dem Vorpommern-Fonds. Dann klicken und sehen, wer was bekommen hat. Nur auf dem Handy ist die Sache etwas zu fummelig. Wer neidisch wird, dem gibt die Landesregierung gleich eine Anleitung dazu, was zu tun ist, um unter Umständen ebenfalls an einen Teil des Geldes gelangen zu können. Vorpommer und Ehrenamtler sein vorausgesetzt.

„Der Vorpommern-Fonds läuft seit etwa anderthalb Jahren. Wir haben inzwischen 357 Projekte, die mit Hilfe des Fonds angeschoben und umgesetzt werden konnten. Diese wurden mit 3,5 Millionen Euro unterstützt und eine Gesamtsumme von 12,8 Millionen umgesetzt. Das können wir jetzt transparent und nachvollziehbar kartografisch darstellen“, sagte Dahlemann. Die neue Karte zeige „sehr anschaulich“, wie viel der Fonds schon bewirkt habe und dass Vorpommern insgesamt von den Mitteln des Fonds profitiere.

Gestern überbrachte der Staatssekretär der Kreishandwerkerschaft Nordvorpommern-Stralsund 7000 Euro für den Aufbau eines deutsch-polnischen Fachkräftenetzwerkes. Die Summe fehlte am Abend auf der Internetseite noch. Aber die Kritik, dass Dahlemann Mittelzusagen verkünde, ohne das Geld sofort zu überweisen, gab es bekanntlich ebenfalls schon. Zumindest diesen Fehler wiederholt er im Internet nicht. Inwiefern aber die Transparenz nun wirklich zunimmt, bleibt abzuwarten.

Benjamin Fischer

Spätestens in drei Jahren will Angela Merkel ihren vorpommerschen Wahlkreis nach dann über 30 Jahren abgeben. Als Nachfolgerin ist wieder eine Frau im Gespräch.

18.11.2018

Die Tiere waren völlig verwildert und haben sich unkontrolliert vermehrt. Wer erst einmal in der Sünderkartei des Veterinäramtes gelandet ist, muss sich für längere Zeit auf Kontrollen einstellen.

15.11.2018

Mit einem Partnerschaftsvertrag besiegeln die Kreise Stormarn und Vorpommern/Greifswald sowie deren Feuerwehrverbände erneut ihre Freundschaft, die schon über 20 Jahre währt.

14.11.2018