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Vorpommern Neuer Partnerschaftsvertrag der Feuerwehren
Vorpommern Neuer Partnerschaftsvertrag der Feuerwehren
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14:41 14.11.2018
Geschäftsführerin Jacqueline Asmußen präsentiert die unterzeichnete Urkunde Quelle: Jens Burmester
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Nütschau

Schon vor 28 Jahren ist im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands auf Vermittlung des Schleswig-Holsteinischen Landkreistages eine Verwaltungskooperation des Kreises Stormarn mit den damaligen DDR-Kreisen Pasewalk und Ueckermünde entstanden. Acht Jahre später, am 9. November 1998 haben die Kreisfeuerwehrverbände Stormarn und Uecker-Randow einen Partnerschaftsvertrag unterzeichnet, der jetzt noch einmal erneuert und bekräftigt wurde.

Stormarns Landrat Henning Görtz(li) und Kreiswehrführer Gerd Riemann (re) mit dem Kreiswehrführer des Kreises Vorpommern/Greifswald, Marco Stange bei der Unterzeichnung des neuen Vertrages Quelle: jeb

Wenn auch die kommunale Kooperation, die laut dem ehemaligen Kreispräsidenten Hubert Priemel (CDU, Kreispräsident von April 1974 bis April 1998) in einer Sitzung im Schweriner Schloss ihren Anfang nahm, bereits im Jahr 2005 nach erfülltem Auftrag beendet wurde, so blieb die Freundschaft der beiden Feuerwehrverbände bis heute stabil. Und das trotz der großen Gebietsreform in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2011, als der heutige Landkreis Vorpommern/Greifswald entstand. Diese Freundschaft entstand aus der kommunalen Kooperation und es wurde seinerzeit schon das Ziel verfolgt, solche Freundschaften zu bilden. Heute umfasst Vorpommern/Greifswald eine Fläche von etwa 4000 Quadratkilometern und zählt etwa 240 000 Einwohner. Mit seinem Zuschnitt ist es immerhin der drittgrößte Landkreis in der Bundesrepublik Deutschland. „Wenn man als Kreiswehrführer zu einer Versammlung fährt, muss man dafür inklusive An- und Abreise schon mal mehr als einen halben Tag einrechnen“, macht Kreiswehrführer Marco Stande deutlich. Stange ist in diesem Frühjahr erst in seinem Amt bestätigt worden.

20 Jahre partnerschaftliche Beziehungen

„Seit nunmehr 20 Jahren werden die partnerschaftlichen Beziehungen der beiden Feuerwehrverbände gepflegt“, machte Landrat Henning Görtz deutlich. Dabei stünden nicht nur die Kameradschaftspflege, sondern auch der Informations- und Erfahrungsaustausch, die Beratung sowie die Aus- und Fortbildung an den ersten Stellen dieser Partnerschaft. „Und gerade deshalb wird es in ihrer Partnerschaft auch gelingen, ihre Ziele zu realisieren“, so Görtz weiter.

Der Kreis Stormarn habe etwa die gleiche Einwohnerzahl, gleichzeitig aber habe Vorpommern/Greifswald auf Grund der fünf mal so großen Fläche auch mehr Feuerwehren, nämlich 146 (Stormarn 87), eine eigene Leitstelle , während Stormarn sich eine Leitstelle mit zwei weiteren Kreisen (Ostholstein und Herzogtum Lauenbvurg) teile. Zudem halte der Kreis Vorpommern /Greifswald zwei Feuerwehrtechnische Zentralen und zwei Geschäftsstellen vor und zähle 98 Jugendfeuerwehren (Stormarn 37).

Es ist immer gut, wenn man sich austauscht.

„Es ist immer gut, wenn man sich austauscht, von einander lernt und auch tüchtig miteinander feiert“, sagte Goertz. In einer Sache seien sich alle einig:„Sie arbeiten ehrenamtlich, aus Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe, müssen gut ausgebildet, gut ausgerüstet und hoch motiviert sein. Das alles trifft auf Sie heute zu und ich wünsche mir, dass dies auch noch lange so bleibt“, erklärte Stormarns Landrat in seiner Festansprache.

Die Festgesellschaft hatte den ganzen Tag bereits gemeinsam verbracht. So gab es eine Führung durch die Feuerwehrtechnische Zentrale in Nütschau (FAZ) sowie ein gemeinsames Mittagessen in der dortigen Kantine. Am Nachmittag stand eine Besuch in der fiktiven Gemeinde „Büttenwarder“ an. Die Besucher aus Vorpommern/Greifswald hatten sich gewünscht, einmal den Drehort der beliebten Serie des NDR zu besuchen. Natürlich gab es auch für alle ein „Lütt und Lütt“ und ein Foto vor dem Dorfkrug der Familie Oetjen, in dem Brakelmann und Adsche einmal im Jahr ihre Geschichten drehen. Ein Besuch der modernen Feuerwache in Glinde mit Kaffee und Kuchen schloss sich an, ehe man am Abend zum festlichen Empfang wieder in der FAZ in Nütschau zusammentraf. Dort wurde dann auch eine neue Urkunde von den Landräten aus Vorpommern/Greifswald und Stormarn sowie den beiden Kreiswehrführern unterzeichnet.

Jens Burmester

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