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Greifswald 190 Airbnb-Unterkünfte in Greifswald und Umgebung
Vorpommern Greifswald 190 Airbnb-Unterkünfte in Greifswald und Umgebung
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13:06 15.06.2018
Ein Schlüsselanhänger mit dem Logo der Online-Plattform Airbnb und einem Schlüssel liegt auf einer Tasche in einer Ferienwohnung (Archivbild). Quelle: Jens Kalaene
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Greifswald

Für die Greifswalderin Karina Siebeneicher wurde es mit einer australischen Balletttänzerin emotional. Die stand weinend vor ihrer Wohnung, nachdem ein Taxifahrer sie bei minus zehn Grad allein am Hafen ausgesetzt hatte. „Das fand ich schon sehr anrührend“, sagt die Airbnb-Vermieterin Siebeneicher.

Der Großteil dieser Wohnungen und Zimmer wird auf der Onlineplattform kaum länger als vier Monate im Jahr vermietet. Manche Anbieter lernen dadurch Menschen aus aller Welt kennen.

Die 54-jährige Siebeneicher vermietet seit einem Jahr ein kleines Zimmer in ihrer Wohnung auf Airbnb, wo Privatpersonen und kommerzielle Anbieter ganze Wohnungen, Ferienhäuser und Einzelzimmer anbieten. Dort ist Siebeneicher mittlerweile ein sogenannter Superhost, den ihre bisher 60 Gäste herausragend bewerten. Mit dem leerstehenden Zimmer, in dem vorher ihre nun studierende Tochter lebte, verdient sich Siebeneicher etwas zu ihrem Halbtagsjob hinzu.

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Insgesamt 190 Unterkünfte finden sich in Greifswald und Umgebung auf Airbnb. „90 Prozent dieser Unterkünfte werden weniger als 120 Tage im Jahr vermietet“, sagt Airbnb-Pressesprecherin Isabelle Klot. 19 der insgesamt 33800 Greifswalder Wohnungen stehen also länger als vier Monate pro Jahr auf Airbnb zur Verfügung.

Rund 30 deutsche Städte erheben eine sogenannte „Bettensteuer“. Hier wird eine Abgabe von den Anbietern je Übernachtung (ausgenommen Geschäftsreisen) gefordert. Greifswald hat diese Regelung nicht.

Zu den kommerziellen Greifswalder Anbietern zählt Jens Heinrich, Geschäftsführer von „Pension & Apartments Heinrich“, dessen Unternehmen rund 90 Betten in Greifswald anbietet, davon viele in der Innenstadt. „Airbnb ist eine von vielen Vermittlungsplattformen, die wir nutzen“, sagt Heinrich. Schließlich könne er seine Unterkünfte dort kostenlos präsentieren. Erst bei der Buchung muss er Geld an Airbnb zahlen: Anbieter und Gäste zahlen bis zu 20 Prozent des Buchungspreises an das 2008 in San Francisco (Kalifornien, USA) gegründete Unternehmen. Hoteliers wie das Greifswalder „Hansecity Boardinghouse“ oder das „Europa Hotel“ verzichten hingegen auf Airbnb.

Die Stadt äußert sich zu Airbnb so: „Es war bisher kein Thema innerhalb der Verwaltung“, sagt die städtische Pressesprecherin Andrea Reimann. „Nach Informationen der Greifswald Marketing GmbH gibt es in Greifswald rund 80 offizielle Ferienwohnungen, viele davon sind in Wieck und Eldena“, so Reimann weiter.

Christopher Gottschalk

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