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Greifswald 50 Porträts berühmter Geologen in Greifswald
Vorpommern Greifswald 50 Porträts berühmter Geologen in Greifswald
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15:22 17.06.2019
Nadine Bauerfeind, Christian Suhm und Martin Meschede (von links) bei letzten Absprachen für die Ausstellung Quelle: Eckhard Oberdörfer
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Greifswald

 Vor etwa 100 Jahren publizierte Alfred Wegner die Theorie der Kontinentalverschiebung: Kontinente bewegen sich, spalten sich und setzen sich neu zusammen. Es war eine geologische Revolution vergleichbar mit dem Wechsel von geozentrischen zum heliozentrischen Weltbild und der Entdeckung des Sauerstoffs und damit der Erklärung der Verbrennung. Heute ist die Kontinentaldrifttheorie allgemein anerkannt, die „Mobilisten“ haben sich gegen die „Fixisten“ durchgesetzt, die von unbeweglichen Kontinenten ausgehen.

„Ich habe selbst noch Fixisten kennengelernt“, sagt der Greifswalder Geologieprofessor Martin Meschede (62). Er erforscht selbst Phänomene, die sich im Grenzbereich der Kontinentalplatten abspielen und ist gerade von einer siebenwöchigen Fahrt mit dem deutschen Forschungsschiff „Polarstern“ in der südlichen Hemisphäre zurück. Das erklärt einen Schwerpunkt der Ausstellung zu 50 Wegbereitern der Geowissenschaften aus fünf Jahrhunderten, die am 22. Juni im Greifswalder Krupp-Kolleg eröffnet wird. Meschedes Mutter Marianne hat dafür die Porträts der Geologen, Mineralogen, Paläontologen und Geophysikern fünf Jahrhunderten gefertigt. 2018 ist bereits das zugehörige Buch erschienen. Für die Porträts nach Gemälden und Fotos verwendete Marianne Meschede unterschiedliche künstlerische Techniken.

„Ich habe versucht, bei meiner Auswahl alle Disziplinen zu bedenken“, betont Meschede. „Leider sind nur sehr wenige Frauen darunter.“ Es sind zwei, die Dänin Inge Lehmann (1888 bis 1993) und die US-Amerikanerin Marie Tharp (1920 bis 2006). Mit Serge von Bubnoff (1887 bis 1957) hat es auch ein langjähriger Greifswalder Professor in die Auswahl geschafft. Ein Porträt Alexander von Humboldts wird übrigens auch zu sehen sein. Er wäre in diesem Jahr 250 Jahre alt geworden. Im Rahmen des umfangreichen Begleitprogramms liest Rüdiger Schaper im Krupp-Kolleg aus seinem Buch „Alexander von Humboldt. Der Preuße und die neuen Welten“ lesen. Über Alfred Wegener spricht übrigens bereits am 22. Juni um 15 Uhr Kurt Stüwe, wie einst Wegener Professor in Graz. Die Ausstellung ist ab 14 Uhr geöffnet.

Für Christian Suhm, den wissenschaftlichen Geschäftsführer des Kollegs, ist die Ausstellung Teil einer langjährigen Zusammenarbeit mit Martin Meschede. Wissenschaftliche Revolutionen hat der Philosoph selbst schon in Lehrveranstaltungen thematisiert. „Wir haben wirklich namhafte Referenten gewinnen können“, sagt er. So den Istanbuler Professor Celâl Şengör, der über Eduard Suess: Der größte Geologe, der je gelebt hat, war auch ein Humanist ersten Ranges“ spricht.

Eckhard Oberdörfer

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