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Greifswald Ab 2019 kostenloser Strandbadbesuch
Vorpommern Greifswald Ab 2019 kostenloser Strandbadbesuch
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21:31 31.05.2018
Trotz des tollen Wetters war in Eldena gestern nicht viel los. Quelle: Fotos: Peter Binder, Christopher Gottschalk
Greifswald

In dieser Saison kassiert die Beschäftigungsgesellschaft ABS im Strandbad Eldena Eintritt und sorgt für Ordnung und Sauberkeit. 2019 wird alles anders, schlägt die Stadt vor. Jeder kann dann an den Strand spazieren, ohne etwas zu bezahlen. Das hatten sich in den letzten Jahren immer wieder Bürger und Stadtpolitiker gewünscht. Für Unruhe sorgte ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes zur freien Zugänglichkeit des Strandes. Laut städtischem Rechtsamt wäre aber die Erhebung von Eintritt weiter möglich.

Die Stadt wird Betreiber der Eldenaer Freizeiteinrichtung

Die Verwaltung hat nun unterschiedliche Varianten geprüft. Die Betreibung durch das Immobilienverwaltungsamt ist demnach die preiswerteste. Nach jetziger Planung müssten bei Betreibung durch das Immobilienverwaltungsamt jährlich etwa 100000 Euro aus dem Stadtsäckel für den Betrieb zur Verfügung gestellt werden. Die Betreibung durch das Amt soll die Bürgerschaft schon am 2. Juli dieses Jahres beschließen. Ein Strandbadleiter mit 30 Wochenstunden steuert bei Zustimmung ab 1. Januar 2019 die Geschicke des Bades, fürs Putzen des Strandes, die Toilettenreinigung und so weiter kann er Firmen beauftragen. So wird es auch im Haffbad Ueckermünde gehandhabt. Der Strandbadleiter häuft dort in der Saison Überstunden an, die er im Winter abfeiert. Er ist kein „Super-Hausmeister“, erläuterte Klaus Schult, Mitarbeiter des Immobilienverwaltungsamtes. Er soll sich auch um Werbung, Kontrolle, die Entwicklung des Bades und die Aquise von Dienstleistern kümmern. Auf der Sitzung der Ortsteilvertretung Eldena am Dienstagabend war die Zustimmung groß, alle Mitglieder stimmten zu. „Ich finde es gut“, kommentierte Wolfgang Kastirr (Kompetenz für Vorpommern) kurz und knapp. Werner Adrian (Bürgerliste/FDP) findet die Sorge um eine Vermüllung des Strandes unbegründet. Er verwies auf Usedom mit seinen frei zugänglichen Stränden. Der Leiter des Immobilienverwaltungsamtes, Winfried Kremer, ist da nicht ganz so optimistisch. „Ich bin hin- und hergerissen“, sagte er. Am Himmelfahrtswochenende seien Pferde im Strandbad gewesen, auch Motorräder habe er dort schon gesehen. „Mir wäre Kontrolle lieber.“ Klaus Schult bescheinigte der ABS „hervorragende Arbeit“. Der Eintritt war auch bisher kein großer Gewinnbringer. 45000 Euro Einnahmen standen Kosten in Höhe von 33000 Euro gegenüber. An die Möglichkeit, viel mehr Geld als heute über Gastronomie und den Verleih von Rädern und Strandkörben zu bekommen, glaubt er nicht. Es gebe aber Reserven. Im letzten Jahr seien es 4000 Euro Einnahmen gewesen. Wie Schult weiter informierte, müsse die Strandbar am Deich aus Gründen des Hochwasserschutzes abgebaut werden. Und der Holzkiosk benötige noch eine vernünftige Infrastruktur.

Wenn die Stadt das Strandbad betreibe, würde die Übertragung von Einnahmen städtischer Parkplätze an die Einrichtung nichts bringen. „Das wäre linke Tasche, rechte Tasche“, erinnerte Schult. Was aus den Zäunen wird, ist noch nicht klar. Ortsteilvertreter regten an, nachts die Tore zu schließen. Ein Sicherheitsdienst dafür würde laut Schult 12000 Euro kosten.

Strandaufspülung für 200000 Euro geplant

1972 wurde das Strandbad Eldena eröffnet. Der Sand wurde aufgespült.

2003 übergab die Stadt das Bad an seinen Eigenbetrieb Seesportzentrum und sparte nach Angaben des damaligen Betriebsleiters 180000 Euro Haushaltsmittel ein. Die Bewirtschaftung übernahm der Verein zur Förderung der Arbeitsmarkt- und Strukturentwicklung in der Region Greifswald und Umgebung (ABS). Seit 2010 war die ABS alleine verantwortlich. Die aktuellen Bestimmungen des Vergabe- und Beihilferechts lassen einen Weiterbetrieb durch die ABS nicht zu.

In diesem Jahr sind im städtischen Haushalt 35000 Euro Zuschuss vorgesehen.

Die letzte Strandaufspülung erfolgte 1990. Für den Haushalt 2019/20 wurden 200000 Euro für eine Aufspülung beantragt.

Eckhard Oberdörfer

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