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Greifswald Afrikaner sprach bei Demo der Asylkritiker
Vorpommern Greifswald Afrikaner sprach bei Demo der Asylkritiker
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05:00 20.10.2015
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Greifswald

Der Redebeitrag eines Mannes aus Ghana, der vor zwei Wochen während der Demo der Asylkritiker in Greifswald sprach, sorgt für Wirbel. Norbert Kühl, der diese Demonstration „besorgter Bürger“ organisierte, hatte den Afrikaner eingeladen und ihn am Mikro seine Geschichte auf Englisch erzählen lassen. Dass gerade ein Flüchtling spricht, hatten wiederum die Demonstranten auf der Seite der Asylfreunde nicht bemerkt und ihn daher ausgebuht.

Die OZ wurde kritisiert, weil wir nicht darüber berichtet haben, was der Mann gesagt hat. Mittlerweile steht uns eine Tonbandaufnahme zur Verfügung, die einen Teil der Rede enthält.Hier ein Auszug:

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„Ich bin nicht als Krieger hergekommen, ich bin nicht vor dem Krieg geflohen, ich bin hergekommen, weil ich die Deutschen liebe, was sie tun, um das System zu verbessern. Leute die aus Kriegszonen hierherkommen wie aus Syrien, aus Afghanistan, aus Irak, wo es Kriege gibt und Terroristen, wenn man die einlädt, werden sie das hierher bringen. Wir kommen in Frieden, wir sind keine Terroristen, wir suchen Sicherheit. Aber warum bevorzugen sie die Leute aus den Terrorzonen und nicht die Leute aus friedlichen Zonen, die in Frieden mit den Deutschen leben wollen, wirklich. Das macht einen krank, wenn ihr versteht, was da los ist, in dem Flüchtlingsheim, was ich sagen will ist, die Beamten, die dort sitzen, die machen ihre Arbeit nicht.“ (Übersetzung: Fleischervorstadt-Blog)


Audio-Beitrag: Afrikaner sprach bei Demo der Asylkritiker



OZ

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