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Greifswald Aggressive Wildschweine im Greifswalder Volksstadion: Spiel abgesagt
Vorpommern Greifswald

Aggressive Wildschweine im Greifswalder Volksstadion: Spiel abgesagt

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16:59 18.01.2020
Aggressive Wildschweine im Greifswalder Volksstadion Quelle: dpa-Zentralbild/Symbolbild
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Greifswald

Wegen aggressiver Wildschweine im Greifswalder Volksstadion musste ein für Freitagabend angesetztes Testspiel des Greifswalder FC gegen die U 19 des FC Hansa Rostock abgesagt werden. Der Stadtförster hatte wegen des angesetzten Spiels noch am Vormittag versucht, die Tiere mit seinem Hund zu vertreiben. Dabei habe ein Keiler den Hund verletzt, so dass der Stadtförster ihn zum Tierarzt bringen musste, wie Stadtsprecherin Andrea Reimann mitteilte.

Volksstadion in Greifswald wegen Wildschweingefahr gesperrt Quelle: Martina Rathke

Da der Keiler offensichtlich aggressiv sei, habe der von der Stadt bestellte Objektleiter des Volksstadions, Jörg Mohr, das Spiel aus Sicherheitsgründen abgesagt. „Es muss jetzt geklärt, wie wir die Schweine aus dem Volksstadion vertreiben können“, sagte Reimann. Sollte dies nicht bis zum Wochenbeginn gelingen, müsse das Stadion weiterhin gesperrt bleiben. Das Spiel wurde nach Rostock verlegt.

Wildschweine schon länger ein Problem

Die Wildschwein-Problematik im Volksstadion ist der Stadt eigenen Angaben zufolge seit längerem bekannt. Es seien Wildschutzzäune aufgestellt worden, die allerdings nicht dauerhaft Stand gehalten hätten. Daher werde die Zaunanlage derzeit im unteren Bereich durch Anschweißen von Verstrebungen so verstärkt, dass die Schweine nicht mehr unten durchkommen sollten. Dies werde jedoch noch weiter Zeit in Anspruch nehmen.

Städtischer Wildtiermanager ab Februar

Erst vor knapp zwei Wochen war im Greifswalder Ortsteil Ladebow-Wieck eine Bache mit Frischlingen auf eine Spaziergängerin losgegangen. Die Frau konnte sich nur retten, in dem sie wegrannte. nach Angaben der Stadt tritt ab Februar ein städtischer Wildtiermanager seinen Dienst an, der sich dann speziell der Sachlage im Volksstadion, aber auch im gesamten Stadtgebiet annehmen werde.

Von Alexander Kruggel/Martina Rathke