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Greifswald Aggressiver Keiler vertrieben – Stadion-Sperrung aufgehoben
Vorpommern Greifswald

Aggressiver Keiler vertreiben – Stadion-Sperrung in Greifswald aufgehoben

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17:05 20.01.2020
Stadtförster Bent Knoll sucht mit der Wärmebildkamera nach Wildschweinen im Volksstadion Quelle: Martina Rathke
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Greifswald

Die am Wochenende eingeleiteten Vergrämungsmaßnahmen im Volksstadion waren offenbar erfolgreich: Die Wildschweine, darunter ein aggressiver Keiler, haben das Stadiongelände verlassen. Mit dieser positiven Nachricht kam Stadtförster Bent Knoll am Montag nach mehr als einer Stunde von seiner Pirsch im Unterholz des Wäldchens auf dem Stadiongelände zurück. „Es war kein Wildschwein zu finden“, so Knoll. Er schränkte aber zugleich ein, das sich die Situation innerhalb kurzer Zeit wieder ändern könne und deshalb die Spuren im Dickicht regelmäßig zu beobachten seien.

Derzeit wird der Zaun um das Volksstadion auf etwa 400 Meter Länge mit Flacheisenbändern verstärkt. Diese sollen langfristig verhindern, dass die Schweine unter dem Zaun hindurch zu dem Wäldchen gelangen. Jörg Mohr, Objektleiter des Volksstadions, rechnet damit, dass die Arbeiten in zwei Wochen abgeschlossen und damit die Wildschweingefahr generell gebannt ist. Für den Trainingsbetrieb gab Mohr das Stadion ab Dienstag wieder frei. „Wenn wir aber am Dienstagmorgen frische Spuren entdecken, werden wir reagieren“, so der Objektleiter. Das heißt, das Stadion wird dann wieder gesperrt.

Das Buchenwäldchen mit einem Wasserloch hat auf die Wildschweine eine magische Anziehungskraft. „Das ist ein Supernahrungshabitat mit massenhaft Bucheckern“ so Bent Knoll. Schon vor drei Wochen war eine Bache mit sechs Frischlingen auf dem Gelände. Sie wurden damals mit einem einfachen Trick vertrieben – mit handelsüblichen Rauchmeldern, deren Batterien leer waren und die deshalb einen unangenehmen Piepton erzeugten. „Das mögen die Schweine überhaupt nicht“, so der Stadtförster. Auch an diesem Wochenende wirkte der Trick. Die Tiere verzogen sich.

Die Hündin des Stadtförsters, die am Freitag durch den Keiler schwer verletzt wurde, musste am Montag erneut zum Tierarzt. „Die geklammerte Wunde ist aufgegangen“, so Knoll. Dennoch hofft er, dass das Tier, dem der Keiler mit seinen Hauern eine drei Zentimeter tiefe Einstichwunde versetzte, in zwei Wochen wieder fit ist.

Aufatmen bei den Vereinen über die Aufhebung der Stadion-Sperrung. „Wir freuen uns. Derzeit trainieren acht von 24 Mannschaften des Greifswalder FC auf dem Platz“ sagte der sportliche Leiter des GFC, Daniel Gutmann. Für die Sperrung habe er großes Verständnis gehabt. Sicherheit gehe vor. „Ich hoffe, dass die Stadt das Problem nun allumfänglich in Griff bekommt. Denn in Stadionnähe liegen Schulen, das Freizeitbad und das Berufsbildungswerk.“

Von Martina Rathke

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