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Greifswald Auf Homers Spuren in Wieck
Vorpommern Greifswald Auf Homers Spuren in Wieck
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11:00 10.04.2019
Schüler des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums Greifswald während ihres Altgriechisch-Wochenendes in Wieck. Quelle: Carla Blecke
Greifswald

Unter dem Motto „Homer und Oral Poetry“ trafen sich von Freitag bis Sonntag Schüler aus Mecklenburg-Vorpommern, um sich außerhalb des Klassenraumes mit der Antike zu beschäftigen. Mehr als 60 motivierte Latein- und Altgriechisch-Lerner der Klassenstufen sieben bis 12 nutzen das Wochenende, um im „Maritimen Jugenddorf Wieck“ Texte zu übersetzen, Geschichten zu lesen und Stücke zu interpretieren.

Kreative Projekte statt trockener Textarbeit

„Hier findet kein Frontalunterricht statt!“, erklärt Peter Rasche, Lehrer am Friedrich-Ludwig-Jahn Gymnasium in Greifswald und einer der Leiter der Veranstaltung. „Stattdessen fördern wir die kreative Auseinandersetzung mit den Themen.“ Ziel der Fahrt sei es, Schüler, die sich für die Fächer interessierten, über den Unterricht hinaus zu fördern. In verschiedenen Lerngruppen aller Altersklassen konnten die Jugendlichen sich Themen rund um Mythologie, Sagen und Götter widmen. „Wir sind immer wieder von den fantastischen Ergebnissen der Schüler begeistert!“, schwärmt die Latein- und Altgriechisch Lehrerin Carolin Lenz aus Greifswald. Eröffnet wurde das Lern-Wochenende durch eine Rede von Dr. Immanuel Musäus, der Lehrkraft an der Universität Greifswald für Altertumswissenschaften ist. Neben Workshops zu Aufführungen von Szenen historischer Werke, stand für die Schüler auch ein Ausflug in die Klosterruine Eldena auf dem Programm.

Lernen in lockerer Atmosphäre

Den Schülern gefalle es, sich auch am Wochenende mit dem Lernstoff auseinanderzusetzen. „Ich mag die Atmosphäre und die lockere Stimmung hier- man lernt trotzdem“, berichtet Schülerin Marie Stobbe. Auch störe es die Jugendlichen nicht, eine Sprache zu lernen, die nicht mehr gesprochen wird: „Wir übersetzen hier nicht nur oder lernen Vokabeln“, erläutert die 14-Jährige. Auf der Fahrt entstünden Projekte wie kurze Theater-Stücke oder Poetry-Slams. Die Begeisterung der Schüler trüge sich in andere Bereiche: „Altgriechisch hilft auch in anderen Fächern, beispielsweise der deutschen Grammatik!“, sagt Antonia Hertz, die die Sprache seit der Oberschule lernt.

Zusammenarbeit mit Schulen aus ganz MV

Peter Rasche und seine Kollegin Carolin Lenz begannen 2017 mit der Organisation kleinerer Reisen für sprachbegeisterte Schüler. Nach einem Jahr fuhren nicht mehr nur Schüler des Jahn-Gymnasiums Greifswald mit: „Auch drei weiteren Schulen aus Schwerin, Neustrelitz und Bad Doberan, die Altgriechisch als Schulfach anbieten, haben sich angeschlossen“, so Rasche. Das seien alle Schulen in MV, an denen die Sprache gelehrt wird. „Wir treffen uns regelmäßig mit Lehrern aus anderen Schulen“, sagt Carolin Lenz. In Vorbereitung auf das Wochenende habe sie mit ihren Kollegen die Themen für die Schüler ausgewählt und aufgearbeitet. Am Sonntag Nachmittag endete das Projekt mit der Präsentation der erarbeiteten Stücke.

Carla Blecke

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