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Greifswald Anwohner genervt: Fahrstuhl am Greifswalder Bahnhof erneut außer Betrieb
Vorpommern Greifswald Anwohner genervt: Fahrstuhl am Greifswalder Bahnhof erneut außer Betrieb
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10:39 20.06.2019
Der wieder einmal defekte Fahrstuhl am Bahnhof ärgert nicht nur Anwohner Günter Hark. Quelle: Christin Lachmann
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Greifswald

Erneut sorgt der Fahrstuhl am Bahnhof bei Reisenden und Anwohnern für Unmut. Nachdem der Aufzug am Ausgang Osnabrücker Straße nach mehreren Wochen Ausfall Anfang Mai repariert wurde, steht er seit Mitte vergangener Woche wieder still.

Kurz nachdem der Anwohner Günter Hark den erneuten Ausfall am 12. Juni bemerkte, wandte er sich nach eigener Aussage an das Bahnpersonal am Schalter. „Die Dame hat dann in Rostock angerufen. Gemeldet war die Störung noch nicht. Sie sagte mir, dass man sich darum kümmern werde.“

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Doch es geschah nichts. Nur das leuchtend rote Stopp-Schild weist seit dem 14. Juni erneut darauf hin, dass der Fahrstuhl nicht funktioniert. „Das sehe ich abends immer von meinem Balkon aus. Selbst morgens am Frühstückstisch kann ich es vom Fenster aus sehen.“

Stadt muss Deutsche Bahn erst informieren

Nicht nur Hark auch Peter Lakommy, der seit einem Unfall auf einen Rollstuhl angewiesen ist und im gleichen Haus wie der Rentner wohnt, ist mit seiner Geduld am Ende. In Richtung Innenstadt kommt der Greifswalder nur noch über einen Umweg durch die Unterführung. Seit Monaten beobachtet auch er von seinem Balkon aus, wie Reisende sich mit schwerem Gepäck oder Mütter mit Kinderwagen die Treppen hoch- und runterbemühen. Ein Unding, findet Lakommy.

Die Zuständigkeit für den Fahrstuhl liegt bei der Stadt. Die wiederum hat einen Betreibervertrag mit der Deutschen Bahn. Die Stadt als Auftraggeber muss die Bahn allerdings auf technische Mängel hinweisen. Erst dann können Reparaturen vorgenommen werden.

Fahrstuhl im vergangenen Jahr fünf Mal defekt

Mehrfach habe Peter Lakommy die seit Monaten auftretenden Störungen telefonisch bei der Stadt gemeldet. „Mittlerweile kennt die Mitarbeiterin des Tiefbau- und Grünflächenamtes sogar schon meinen Namen und weiß, warum ich anrufe.“

Die Stadt ist seit vergangenen Donnerstag über die aktuelle Störung des Fahrstuhls informiert. Eine Bürgerin habe sich telefonisch gemeldet, heißt es. „Am vergangenen Freitag hat das Tiefbau- und Grünflächenamt unseren Vertragspartner, die Deutsche Bahn, kontaktiert und sie gebeten, den Schaden umgehend zu reparieren“, erklärt Stadtsprecherin Andrea Reimann. Die Stadt erhält allerdings keine Rückmeldung darüber, ob und wann der Fahrstuhl wieder funktionstüchtig ist.

Wie oft der Fahrstuhl in den vergangenen Monaten von technischen Störungen betroffen war, können die Anwohner nur schwer schätzen. Laut Stadt soll es allein im vergangenen Jahr zu fünf Ausfällen gekommen sein, in diesem Jahr sind es bisher drei.

Dabei liege das Problem nicht nur bei Störungen, wie Rentner Hark erklärt: „Teilweise hat es mehrere Wochen gedauert, bis der Fahrstuhl dann endlich repariert wird. Auch jetzt ist wieder eine Woche vergangen. Das ist einfach zu lang.“ Die Anwohner sind gespannt, wie lange es nun dauern wird und hoffen auf eine schnelle Reparatur.

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