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Greifswald Anwohner verärgert über Straßenzustände in Greifswalder Stadtrandsiedlung
Vorpommern Greifswald Anwohner verärgert über Straßenzustände in Greifswalder Stadtrandsiedlung
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16:05 14.05.2019
Ein Schild weist auf die Straßenschäden in der Klaus-Groth-Straße hin. Quelle: Christin Lachmann
Greifswald

Seit 21 Jahren ist Horst Römer stolzer Besitzer eines Reihenendhauses in der Theodor-Fontane-Straße in der Stadtrandsiedlung. Der Greifswalder lebt gern in dem ruhigen Stadtviertel, in dem man seine Nachbarn kennt und grüßt. Nur eines missfällt ihm: Die Zufahrtsstraßen zu seinem Haus befinden sich in einem desaströsen Zustand, so Römer.

Zentimeter tiefe Löcher im Asphalt und meterlange Risse in der Fahrbahn: Jedes Mal, wenn Römer die Klaus-Groth- oder Heinrich-Heine-Straße mit dem Auto oder dem Fahrrad entlang fährt, ärgert er sich über die Zustände. Lediglich ein Straßenschild mit der Aufschrift „Straßenschäden“ macht auf die Asphaltlädierungen aufmerksam.

Notdürftiges Stopfen der Löcher

Seit zwei Jahrzehnten weist Horst Römer die Stadt auf die Beschaffenheiten dieser Straßen hin. Seit zwei Jahrzehnten bekomme Horst Römer keine richtige Antwort: „Auf Nachfrage wurden wir mit einer möglichen baldigen Instandsetzung vertröstet. Es ist aber nichts Wesentliches in den vergangenen Jahren passiert.“

Wie oft er das Greifswalder Tiefbauamt bisher kontaktiert hat, kann er nicht genau sagen. Nur so viel: „Die größten Löcher wurden dann in den darauf folgenden Tagen mit Granulat ausgebessert. Doch sobald es geregnet hat, sind die Löcher wieder da.“ Auch auf seinen Eintrag auf Klarschiff.de, dem Online-Portal, auf dem Greifswalder infrastrukturelle Probleme melden können, reagierte die Behörde mit provisorischen Maßnahmen.

CDU-Fraktion auf Ortsbesuch

„Zahlreiche Auto-Reparaturen wie Spureinstellung, Radlager oder Federn später sind wir nun an einem Punkt angekommen, wo wir der Meinung sind, dass die Stadt ihrer Verantwortung zur Verkehrssicherheit nachkommen und die Straßen in einen ordnungsgemäßen Zustand bringen muss“, fordert Römer.

Auch in der Heinrich-Heine-Straße gibt es zahlreiche Löcher, die notdürftig repariert werden. Quelle: Christin Lachmann

Zuspruch erhält der Anwohner von der CDU-Fraktion. Nachdem Römer diese und weitere Greifswalder Fraktionen, wie die SPD, die Linke und die Grünen, schriftlich kontaktierte und auf das Straßenproblem aufmerksam machte, ging es für die CDU-Fraktion auf Ortsbesuch. „Nach dem Termin mussten Vertreter der CDU-Bürgerschaftsfraktion entsetzt feststellen, in welch schlechtem Zustand zahlreiche Anwohnerstraßen in dem Bereich sind“, erklärte Axel Hochschild in einem Schreiben an die Bürgerschaft, das der OZ vorliegt.

Kein Straßensanierung in Sicht

Dass sich vielleicht doch noch etwas tut, darauf können Römer und die Anwohner erst einmal nicht hoffen. „Es gibt kein detailliertes ’Sanierungskonzept’ für die Straßen der Stadtrandsiedlung“, lässt Jeannette von Busse, Baudezernentin, verlauten. Für die Stadtrandsiedlung wurde im Haushaltsplan 2017/18 der Ausbau der Heinrich-Heine-Straße beschlossen und in Teilen bereits fertiggestellt, so von Busse weiter. „In der Prioritätenliste wurde dagegen der weitere Ausbau der Heinrich-Heine-Straße als nicht finanzierbar eingeordnet.“ Vorrangig wurden im laufenden Haushaltsplan 2019/20 geförderte Erschließungsmaßnahmen in Schönwalde I und II oder auch in der Innenstadt beschlossen. Auch die Umgestaltung des Hanserings, der Straßenausbau Ladebow sowie der Aus- und Neubau Am Elisenpark werden weitergeführt.

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Christin Lachmann

Die Grundsteinlegung für das Bauvorhaben wird am Mittwoch, den 22. Mai, in der Siemensallee stattfinden.

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