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Greifswald Arndt-Befürworter lassen hunderte Luftballons steigen
Vorpommern Greifswald Arndt-Befürworter lassen hunderte Luftballons steigen
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18:19 04.03.2017
Zwischen 600 (Polizeiangaben) und 1000 Teilnehmer (laut Veranstalter) fanden sich auf dem Marktplatz ein. Quelle: Peter Binder
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Greifswald

Die beschlossene Streichung von „Ernst Moritz Arndt“ aus dem Namen der Greifswalder Universität sorgt weiter für Proteste. Am Sonnabend demonstrierten hunderte Menschen auf dem Marktplatz. Zwei Stunden lang hörten sie Reden und Musik. Im Anschluss ließen sie bunte Luftballons fliegen.

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Unter anderem sprach Axel Hochschild, CDU-Fraktionschef in der Bürgerschaft der Hansestadt. Er äußerte sein Unverständnis in Bezug auf den Senatsbeschluss und mutmaßte, die Senatoren hätten sich „aus ideologischen Gründen“ gegen Arndt gestellt. Im Anschluss verlas er noch die Namen von Bürgerschaftsmitgliedern, die in einer namentlichen Abstimmung im Stadtparlament gegen einen Antrag votierten, die Universität zum Überdenken des Beschlusses zu bewegen. Jeder Name wurde mit Pfiffen und „Pfui“-Rufen vom Publikum quittiert. 

Zu den weiteren Rednern zählte unter anderem Rechtsprofessor Joachim Lege. Er behauptete, dass alles dafür spreche, dass das Verfahren, das zu dem Senatsbeschluss führte, „rechtlich nicht in Ordnung“ war „und damit auch nicht demokratisch“.

Die Polizei erlebte einen ruhigen Nachmittag. Wegen einer Ordnungswidrigkeit nahmen die Beamten eine Anzeige auf: Ein junger Mann hatte mehrere Luftballons zerpikst.

Liveticker zum Nachlesen:

 Kai Lachmann

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