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Greifswald Arndt-Streit: Befragung geplant
Vorpommern Greifswald Arndt-Streit: Befragung geplant
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00:00 10.11.2017
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Greifswald

Voraussichtlich vom 27. November bis zum 8. Dezember findet eine Online-Befragung der Unimitarbeiter zum Namen der Hochschule statt. Das geht aus einem Informationspapier der Senatoren hervor, die die Mitarbeiter im Hochschulparlament vertreten. Es wird auf der hochschulöffentlichen Sitzung des Senats in der nächsten Woche vorgestellt.

Zur Auswahl stehen: 1. Ernst-Moritz-Arndt-Universität, 2. Universität Greifswald, 3. beide Namen werden gleichermaßen akzeptiert und 4. beide Namen werden wie an der Uni Heidelberg üblich parallel verwendet.

Das Abstimmungsergebnis sei für die Senatoren nicht bindend, wird betont. Ihnen allein obliegt die Entscheidung, wie die Uni heißt. Aber ein repräsentatives Meinungsbild sei angesichts der kontrovers geführten Debatte „für eine nachhaltig wirksame Vermittlung im Namensstreit“ wichtig, so die Mitarbeiter-Senatoren.

Ein Blick zurück: Um den Namen Ernst-Moritz-Arndt-Universität wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Die Befürworter des Historikers und Publizisten Ernst Moritz Arndt (1759 bis 1860) verweisen unter anderem auf sein Eintreten für Freiheit und deutsche Einheit. Seine Gegner argumentieren mit Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit Arndts. Der für die Namensfrage zuständige Senat hatte im Januar 2017 für die Trennung vom Patron votiert. Das Bildungsministerium kassierte die Entscheidung wegen eines Formfehlers im März.

Ein neuer Antrag zur Trennung von Arndt wurde im Oktober vertagt, um Rechtsfragen zu klären (die OZ berichtete). Gegenwärtig steht das Thema nicht auf der Tagesordnung der nächsten Senatssitzung.

Wie es im Informationspapier der Mitarbeiter-Senatoren heißt, wurde der Wunsch nach einer Befragung vielfach an diese herangetragen. Der Personalrat hatte dafür über 800 Unterschriften gesammelt und im Oktober im Senatsbüro übergeben.

Eine für den Januar avisierte Urabstimmung der Studierenden ist inzwischen wieder unsicher. Eine Gruppe um Fabian René Fischer sammelte dafür über 1000 Unterschriften. Das reicht, damit eine Abstimmung stattfinden muss. Das Studierendensekretariat hatte in Zusammenarbeit mit dem Studierendenparlament (Stupa) die Listen bereits überprüft. Wie Fischer informierte, sollen diese nun auf Antrag vom Stupa-Präsident erneut geprüft werden. Rechtlich sei das in Ordnung, so Unisprecher Jan Meßerschmidt und es sichere ein genaues Ergebnis. Einige handschriftliche Eintragungen seien schwer leserlich gewesen.

eob

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