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18:28 23.11.2018
Gefeiert in den Emiraten: Das Baltic Sea Philharmonic. Quelle: Paul Gaertner
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Heringsdorf

Riesenerfolg für das Usedomer Musikfestival: Das Baltic Sea Philharmonic, das einzigartige Festivalorchester, riss vor wenigen Tagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Menschen im elitären Emirates Palace in Abu Dhabi von den Sitzen. Und das will für dortige Verhältnisse schon etwas heißen. Das Orchester unter Dirigent Kristjan Järvi beendete seine „Waterworks“-Tournee durch die Emirate in Dubai. Die Tour war die erste des Orchesters außerhalb Europas. Beide Konzerte führte das Baltic Sea Philharmonic komplett aus dem Gedächtnis auf – eine weitere Premiere für das Ensemble. 

Von der Ostsee an den Persischen Golf

Insgesamt 60 Musiker aus den zehn Ländern der Ostseeregion beteiligten sich an der bahnbrechenden Tour. In Deutschland trafen sich die Musiker zu drei Tagen intensiver Proben, bevor sie die 6500 Kilometer lange Reise nach Abu Dhabi antraten. Die Zuschauer waren voll des Lobes für die Leistungen des Orchesters. Julie Adrienne Troup, die das Konzert in Abu Dhabi besuchte, kommentierte es anschließend auf Facebook: „Eine Performance von faszinierender inspirierender Schönheit, die bei uns ankam. Wow!“ Ein weiterer Konzertbesucher aus Abu Dhabi, Grace S. Thomson, schrieb auf Facebook: „Es war spektakulär. Junge Musiker und eine schöne Auswahl an Meisterwerken. Wir haben es geliebt!“

Beste Werbung für Usedom

Für den Intendanten des Usedomer Musikfestivals, Thomas Hummel, der die Tour begleitete, waren die Auftritte zugleich allerbeste Werbung für die Insel Usedom und die gesamte Region. „Wenn ein so junges Orchester ein gesamtes Konzertprogramm komplett auswendig spielt, hinterlässt das einen tiefen Eindruck und weckt die Neugier auf die Herkunft des Klangkörpers“, berichtet er. Viele Male musste er erklären, was es mit dem Usedomer Musikfestival auf sich hat. „Das kann uns bei der Entwicklung des Festivals und der Gewinnung von Sponsoren nur nützlich sein“, schätzt Hummel ein. Dass am Ende ein Drei-Jahres-Vertrag mit dem Ministerium für Kultur und Wissensentwicklung der Vereinigten Arabischen Emirate unterschrieben wurde, bewertet der Intendant als strategische Zusammenarbeit und großen Erfolg. „Besser kann man Usedom nicht repräsentieren“, sagt er.

Klang, Musik, Licht und Bild verschmelzen

Das vom Wasser inspirierte Musikprogramm spiegelte die Idee wider, dass die Meere der Welt auch die Völker weltweit verbinden. Modernstes Lichtdesign von Bertil Mark, Sounddesign von Chris Ekers und fesselnde Projektionskunst von Philipp Geist schaffen eine einmalige Umgebung, in der Klang und Musik mit Licht und Bildern spektakulär miteinander verschmelzen. Das Programm von „Waterworks“ vereint Ausschnitte aus Händels „Wassermusik“ mit einem neu orchestrierten Werk von Philip Glass. Der Komponist ließ sich für sein „Aguas da Amazonia“ vom Amazonas und seinen Nebenflüssen inspirieren. In Dubai führte das Ensemble auch Glass' Violinkonzert Nr. 2 „The American Four Seasons“ auf. Solist war der in Russland geborene Violinist Mikhail Simonyan.

Innovative Kraft des Nordens

Das Baltic Sea Philharmonic tritt an, die Präsentation und Aufführung von Musik im 21. Jahrhundert zu revolutionieren. Seine Konzerte sind Spektakel, die Klang-, Licht- und Projektionskunst, aber auch Choreografien zu einer einzigartigen Konzerterfahrung unter der mitreißenden Leitung seines künstlerischen Leiters Kristjan Järvi. Indem das Ensemble die ganze innovative Kraft des Nordens verkörpert, führt es das traditionelle Verständnis vom Orchester weiter als je zuvor. „Das Baltic Sea Philharmonic ist ein lebendes, atmendes Wesen mit grenzenloser Energie und Enthusiasmus für das Neue – ein beispielloses Abenteuer“, sagt Kristjan Järvi.

Cornelia Meerkatz

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