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Greifswald Bankenfusion: Volksbank Vorpommern entsteht
Vorpommern Greifswald Bankenfusion: Volksbank Vorpommern entsteht
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16:40 26.04.2019
Der neue Vorstand der Volksbank Vorpommern: Michael Hietkamp, Jens Klingebiel und Ronny Bauch (v.l.). Doreen Heine wird in der Bank als Generalbevollmächtigte andere wichtige Aufgaben übernehmen. Quelle: Cornelia Meerkatz
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Greifswald/Wolgast

Nun also doch: Die Volksbank Raiffeisenbank Greifswald und die Volksbank Wolgast verschmelzen zur Volksbank Vorpommern. „Uns verbindet viel. Daher empfehlen wir unseren unseren Mitgliedern auf den General- bzw. Vertreterversammlungen am 25. bzw. 26. Juni der Fusion rückwirkend zum 1. Januar zuzustimmen“, erläutert Michael Hietkamp, Vorstandsvorsitzender in Greifswald. Die Mitgliederversammlungen müssen mit 75 Prozent zustimmen, dann wird die Fusion rechtskräftig.

Beide Volksbanken sind seit Generationen erfolgreich in der Region tätig. Das Geschäftsgebiet der Greifswalder erstreckt sich über Anklam und Altentreptow bis nach Ueckermünde. Die Wolgaster agieren zudem stark auf Usedom. Zusammengehen aber wollten sie nicht. Bislang. Nun soll mit der Fusion eine leistungsfähige und moderne Genossenschaftsbank entstehen, die sehr viel schlagkräftiger agieren kann. „Wir wollen langfristig unsere Zukunftsfähigkeit als regionale Genossenschaftsbank für unsere Mitglieder, Kunden und Mitarbeitenden sichern. Was wir jetzt vor haben, ist der sinnvollste Weg“, bekräftigt der Wolgaster Volksbank-Chef Ronny Bauch.

Hintergrund der Fusion sind auch die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen insbesondere für regionale Genossenschaftsbanken und Sparkassen. Das anhaltende Niedrigzinsniveau schadet nicht nur den Anlegern und deren Altersversorgung, sondern auch den kleinen Banken. Die angestrebte Verschmelzung geschehe wohl überlegt und zum richtigen Zeitpunkt. „Beide Banken befinden sich in soliden und gesunden wirtschaftlichen Verhältnissen. Durch Fusion sollen die Kräfte gebündelt und eine leistungsstarke Volksbank Vorpommern eG entwickelt werden“, betont Vorstandsvorsitzender Michael Hietkamp.

Die Volksbank Vorpommern wird eine Bilanzsumme von gut 750 Millionen Euro aufweisen und das Eigentum von über 17400 Mitgliedern (rund 15000 in Greifswald und 2400 in Wolgast) sein. Von den 135 Mitarbeitern und 18 Auszubildenden muss niemand um seinen Arbeitsplatz bangen. Wichtig bleibt – künftig wie heute – die Nähe zu den Mitgliedern und Kunden, die Präsenz in derzeit 14 Geschäftsstellen vor Ort, vor allem auf der Insel Usedom, und auch die Verantwortung für die Region. Firmen- und Geschäftskunden aus Wirtschaft, Handwerk und Gewerbe könne eine stabile Kreditversorgung zugesichert werden.

Zusammen könne man den immer komplexer werdenden Anforderungen des Marktes vorausschauend begegnen, Geschäftsfelder erweitern und bei Bedarf neue aufbauen – und so den sich verändernden Wünschen der Mitglieder und Kunden gerecht werden. Die Digitalisierung werde man offensiv angehen. „Unsere Firmen- und Privatkunden profitieren davon“, sagt Vorstand Jens Klingebiel aus Greifswald. Ändern wird sich für die Wolgaster Kunden die IBAN, jeder von ihnen bekommt eine neue Nummer.

Die Sondierungsgespräche zu einem möglichen Zusammenschluss gehen schon über einen längeren Zeitraum, so Ronny Bauch. Dadurch war es möglich, beide Banken in ihren jeweiligen Ausrichtungen ausführlich zu beleuchten und wichtige Themen zu besprechen. „Die strategische Ausrichtung beider Häuser sowie die Unternehmenskulturen der Banken passen gut zueinander“, sind sich die Vorstandsmitglieder Hietkamp, Klingebiel und Bauch einig. Die bisher in Wolgast zum Vorstand gehörende Doreen Heine wird als Generalbevollmächtigte die Unternehmenssteuerung verantworten. Der Aufsichtsrat wird sich aus den bisherigen beiden Gremien zusammensetzen. Somit wird die neue Bank einen Aufsichtsrat mit insgesamt elf Mitgliedern haben.

Cornelia Meerkatz

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