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Greifswald Baumpflanzung: Nachwuchs für Lubmins Kurpark
Vorpommern Greifswald Baumpflanzung: Nachwuchs für Lubmins Kurpark
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16:06 29.03.2019
Hans-Heinrich Hanke (Natur und Umweltschutz Lubminer Heide) und Frank Tornow (Tourismus- und Gewerbeverein Lubmin) haben sich für die Pflanzung von jungen Kiefern im Kurpark starkgemacht. Mit Erfolg: 400 kleine Bäume aus Spantekow sind gesetzt worden Quelle: Anne Ziebarth
Lubmin

Das abgeteilte Gebiet im Kurpark Lubmin erinnert etwas an ein Wildgehege, doch hier wird nicht Rot- oder Damwild aufgezogen, sondern 400 kleine Kiefern. Die jungen Bäumchen sind der Nachwuchs für den Baumbestand im Kurpark. „Sowohl 2009 als auch 2017 sind Bäume gefällt worden, insgesamt rund 70 Stück“, erzählt Frank Tornow vom Tourismus- und Gewerbeverein Lubmin. „Nachgepflanzt wurde aber bislang nichts.“ Viele Bäume im Park sind nach Tornows Angaben schätzungsweise 80 bis 100 Jahre alt, und hätten ihre Zeit erreicht. Die Fällungen seien alternativlos gewesen. „Wenn ein Sicherheitsrisiko für Besucher des Kurparkes besteht, müssen Bäume gefällt werden“, sagt Tornow. „Das ist eben so.“ Er und seine Mitstreiter vom Verein Natur- und Umweltschutz Lubminer Heide wollten sich mit der veränderten Situation im Kurpark nicht abfinden.

Variante: Einzelne Bereiche werden aufgeforstet

„Es gibt ein Gutachten, was verschiedene Aufforstungsvarianten auflistet“, beschreibt Tornow. „Nur ist das bislang noch nicht realisiert worden.“ Gemeinsam mit Hans-Heinrich Hanke schob er die Idee wieder an. „Im Gutachten gibt es eine Radikallösung, die Kahlschlag und Neuanpflanzung vorsieht“, so Tornow. „Eine andere Variante hat uns mehr angesprochen: hier wurde die schrittweise Aufforstung von Kiefern an mehreren lichten Standorten vorgeschlagen.“ Tornow und Hanke setzten alle Hebel in Bewegung, sprachen mit Vertretern der Gemeinde, dem Ordnungsamt und den Erstellern des Gutachtens über Details. „Eigentlich sollte der Impuls ja von der Gemeinde ausgehen“, gibt Tornow zu. „Aber die Hauptsache ist doch, dass es klappt.“ Die Gemeinde Lubmin gab ihr ok, das Amt befürwortete das Vorhaben und die Untere Naturschutzbehörde genehmigte die Pflanzung als Ausgleichsmaßnahme für vorangegangene Fällungen, freut sich Tornow.

Pflanzaktion für 400 kleine Kiefern im Park

Die eingezäunte Kiefernschonung Quelle: Anne Ziebarth

Jetzt trafen sich Vereinsmitglieder und entschlossene Lubminer zum gemeinsamen Pflanzen. 400 zweijährige Kiefern aus der Forstgärtnerei Spantekow wurden angeschafft und unter fachkundiger Anleitung von Jana Schröder vom Forstservice und Gutachterbüro Dargun in die Erde gesetzt. „Das Anwachspotential älterer Bäume ist deutlich geringer, zumal wir hier einen sehr kargen Boden haben“, so Tornow. „Deshalb haben wir auch keine Einzelbäume über den Park verteilt gesetzt.“ „Damit die Spaziergänger nicht versehentlich auf die kleinen Kiefern treten, mussten wir den Bereich einzäunen“, erklärt Tornow. „Das wird auch die nächsten drei bis vier Jahre so bleiben.“ Sind die Kiefern größer, werde Jahr für Jahr ein Teil ausgelichtet, erklärt Hans-Heinrich Hanke, alle 400 Kiefern würden wohl kaum Platz af dem rund 20 mal 20 Meter großen Areal finden. „Zu vereinzelt dürfen die Bäume aber auch nicht stehen, sonst werden sie buschig, statt wir die anderen Bäume schön gerade in die Höhe zu wachsen.“ Das Gutachten empfiehlt in etwa zwanzig Jahren einen weiteren Bereich aufzuforsten. „Das ist eine Entwicklung die wir hier anstoßen“, sagt Tornow, der ein Sägewerk besitzt, aber –oder genau deswegen- auf Nachhaltigkeit setzt. „Schließlich sollen ja auch unsere Enkel noch gerne in den Kurpark gehen.“

Mit der Aktion wünschen sich die Vereine ein bisschen Strahlkraft auf private Grundeigentümer. Sie seien sich ziemlich sicher, dass nicht für jeden gefällten Baum ein ein neuer gepflanzt werde. „Wir haben die Kiefer im Wappen und sollten auch zusehen, dass dieser Baum hier präsent bleibt“, meint Hans-Heinrich Hanke. Mit seinem Naturschutzverein hat er bereits einen Lehrpfad durch den Lubminer Küstenwald realisieren können, wichtig ist es ihm vor allem, bei den Menschen wieder mehr Bewusstsein für die Natur zu wecken. „Wir müssen die Verbundenheit mit der Natur und ein Gespür für ihren Erhalt stärken. Die hat bei vielen Menschen leider nachgelassen.“

Anne Ziebarth

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