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Greifswald Berliner baute Gaststätten auf Hiddensee
Vorpommern Greifswald Berliner baute Gaststätten auf Hiddensee
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08:47 21.09.2019
Der Klausner auf einer historischen Postkarte Quelle: privat
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Hiddensee

Statt eines „Zigeunerladens“ sollten Kurgästen passende Unterkünfte in einem modernen Holzbau, eine Zierde und ein Anziehungspunkt Hiddensees entstehen. Das schrieb der Berliner Kaufmann und Hotelier Emil Hirsekorn vor 110 Jahren an das Kloster zum Heiligen Geist in Stralsund, den Eigentümer der Insel. Er ist Bauherr des Berghotels „Zum Klausner“ und der Pension „Wieseneck“. Über den „schwierigen Start des Kaufmanns und Hoteliers Emil Hirsekorn auf Hiddensee“ berichtet Jana Leistner in den gerade erschienenen Stralsunder Heften 2019.

Der „Zigeunerladen“, das war das Anwesen des sogenannten Einsiedlers von Hiddensee, Alexander Ettenburg (1858 bis 1919). Ein echtes Original, das ein Naturtheater eröffnete und sich auch als Wirt betätigte sowie einen Reiseführer herausgab. Schon durch die „Einsiedlertracht“ und die Tatsache, dass er stets barfuß ging, sorgte Ettenburg für Aufsehen.

Das Kloster verlängerte den 1910 auslaufenden Pachtvertrag mit dem Einsiedler nicht. Es dauerte dann noch etwas, auch weil das Gelände erst beräumt werden musste. Zur Saison 1911 eröffnet das Bergwaldhotel „Zum Klausner“. Er baut größer als erlaubt, in den Folgejahren erfolgt stets nachträglich die Genehmigung der Abweichungen.

„Wenn er auch immer eigenmächtig handelt und das Provisorat vor vollendet Tatsachen stellt, so muss doch anerkannt werden, dass er durchaus zweckmäßige Anlagen mit ganz erheblichen Kostenaufwendungen geschaffen hat“, zitiert Jana Leistner aus einem Bericht. Bei seinen weiteren Investitionen gerät er in Konflikt mit Oskar Kruse, dem Bauherrn der Lietzenburg, der sich bei seinem Grundstückskauf auf der Insel ein Sperrgebiet zusichern ließ. Er erhob Einspruch gegen den von Hirsekorn geplanten Hotelbau südlich des Kruse’schen Grundstücks in Kloster. Auch viele andere wie Pfarrer Gustavs, der Lehrer Kischky und Henning von Sydow, der Bauherr des geplanten Hauses am Meer erhoben Einspruch gegen den ihrer Ansicht nach zu großen Bau. Am Ende wird 1911/12 das „Wieseneck“ auf einem weiter westlich gelegenen Grundstück gebaut.

Der Beitrag von Jana Leistner ist nur einer von insgesamt 13 lesenswerten Artikel in der neuen, ansprechend illustrierten Ausgabe der Stralsunder Hefte. So schreibt Gaby Huch über die Geschichte des Warenhauses Tietz in der Ossenreyerstraße in Stralsund und Marthe Küster über die Geschichte des Stralsunder Stadtgefängnisses.

Stralsunder Hefte für Geschichte, Kultur und Alltag 2019, ISBN 978-3-95872-067-1, 9,50 Euro

Von eob

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