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Greifswald Bildung und Soziales in Greifswald: Was ist den Parteien wichtig?
Vorpommern Greifswald Bildung und Soziales in Greifswald: Was ist den Parteien wichtig?
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05:53 26.04.2019
Kinder haben im Greifswalder Freizeitbad viel Spaß. Doch reicht die Schwimmhalle für eine Stadt wie Greifswald aus? Und wie steht es um die anderen Sportstätten? Quelle: OZ
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Greifswald

Für die einen wäre es ein neuer Kinderspielplatz, für die anderen ein großes Dinner mit Musik zum Kennenlernen und Gedankenaustausch und wiederum andere würden gern ein Projekt im Bürgerhafen, die Senioren oder das Frauenhaus unterstützen, stünden ihnen 10000 Euro zur freien Verfügung.

All das verdeutlicht: Ideen gibt es bei den Parteien und Wählergruppen reichlich, wie Geld im Bereich Bildung und Soziales sinnvolle Verwendung finden kann. Doch in der parteipolitischen Arbeit der Bürgerschaft zeigt sich immer wieder: Nicht für alle guten Ideen und Wünsche ist genügend Geld in der Stadtkasse. Deshalb müssen Prioritäten gesetzt, muss mit guten Argumenten um Mehrheiten bei Entscheidungen in den Fachgremien und in der Bürgerschaft gerungen werden. Wichtiges Streitthema war in der zu Ende gehenden Legislatur der bezahlbare Wohnraum. Und es ist klar: die Mietenproblematik bleibt auch in den nächsten Jahren ein Thema. Doch wie sehen das die Kandidaten? Heute geben Vertreter aller zur Wahl am 26. Mai antretenden Parteien und Wählergruppen Auskunft. Weitere Folgen, unter anderem zum Thema Wirtschaft, werden sich im Monat Mai noch anschließen.

Sie bekommen 10 000 Euro für ein soziales Projekt in Greifswald. Wofür setzen Sie das Geld ein?

Axel Hochschild (CDU): Die 10 000 Euro splitte ich in zwei verschiedene Projekte: Die eine Hälfte geht als Investitionskostenzuschuss an den Sportbund Hansestadt Greifswald e.V., die andere Hälfte an den Kreisverband der Gartenfreunde e.V. Greifswald. Damit können diese beiden Verbände Projekte des Sportes und der Kleingärten vorantreiben.

Erik von Malottki (SPD) Wir würden die Mittel für die Grundausstattung eines Treffpunktes in Schönwalde nutzen, um dort ein kleines Café für die Bürger einzurichten. Die Räume könnten auch für Hausaufgabennachhilfe oder Theatergruppen genutzt werden. Im Außenbereich würden wir eine Sprayerwand für Jugendliche aufstellen. Mit dem Restbetrag würden wir einen Stadtteilflohmarkt für Schönwalde unterstützen – ähnlich wie in der Fleischervorstadt

Alexander Krüger (Grüne)Das Geld sollte möglichst vielen Greifswalder zugute kommen. Deshalb würden wir die Bürger über eine Befragung mit in die Entscheidung einbeziehen. Unsere Vorschläge wären: Einrichtung eines Bauspielplatzes für die Jüngsten, neue Halfpipe für Jugendliche oder die Errichtung von zehn Bänken an gut genutzten Spazier- und Fußgängerwegen, auf denen sich Bürger ausruhen und dabei auch soziale Kontakte pflegen können.

Nikolaus Kramer (AfD) Zu wenig Beachtung findet grundsätzlich der Seniorenbereich. Auch sind die finanziellen Mittel des Frauenhauses fast immer erschöpft. Jede finanzielle Unterstützung dort ist eine sinnvolle und gute Investition. Der Betrag von 10 000 Euro kann allerdings nur als symbolischer Betrag gesehen werden.

Yvonne Görs (Die Linke)Wir könnten testen, den Kultur- und Sozialpass (KUS) zu erweitern – zum Beispiel wie in Kitas und Grundschulen kostenfreies Mittagessen akzeptiert wird und tatsächlich hilft, dass alle Kinder unabhängig vom Einkommen der Eltern täglich eine ausgewogene, warme Mahlzeit bekommen.

Anica Jeske (FDP) Viele Spielplätze können kleinkindgerechter gestaltet werden und eine Sportstrecke („Trimm-dich-Pfad“) entlang des Walls wäre ein tolles Projekt für den Betrag. Außerdem setzen wir uns einen Ausbau von Beleuchtung in den dunklen Ecken Greifswalds ein.

Robert Gabel (Tierschutzpartei) Der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst „Leuchtturm“ widmet sich der Betreuung und Pflege von Kindern und Jugendlichen mit lebensbegrenzenden Erkrankungen sowie der Begleitung und Unterstützung ihrer Familien. Der Förderverein des Kinderhospiz kann jede Spende gebrauchen, um die Hospiz-Arbeit zu leisten.

Luca Piwodda (Freiparlamentarische Allianz)Die 10 000 Euro wären zwar nur eine Starthilfe, dennoch würden wir diese Summe für pädagogisch betreute Jugendclubs einsetzen, um die arbeitende Elternschaft zu unterstützen. Bei der Weiterentwicklung dieser Jugendzentren kann hierbei auch ein Ort der gelebten Integration entstehen, so dass Spannungen innerhalb der Bevölkerung abgebaut werden.

Waldemar Rother (Kompetenz für Vorpommern):Wir würden den Betrag dem „Kindermittagstisch“ zur Verfügung stellen. Er sorgt mit Hilfe von Spenden dafür, dass Kinder, die von ihren Eltern, ohne Frühstück oder ein Mittagessen zu erhalten, in die Schule geschickt werden, versorgt werden. Es ist kaum zu glauben, es müssen ständig ca. 20-30 Kinder in Greifswald auf diese Weise versorgt werden. Mit dem Betrag könnte eine Versorgung für mindestens ein Jahr gewährleistet werden.

Ludwig Spring (Bürgerliste)Wir geben das Geld für ein Projekt im Bürgerhafen, das die Begegnung der Generationen ermöglicht.

Gregor Kochhan (Alternative Liste)Wir würden zweimal ein großes Dinner mit Rahmenprogramm (Musik, Darbietungen) mit je 500 Menschen in der Stadthalle und in der Mehrzweckhalle veranstalten. Einladungen könnten und sollten nach dem Zufallsprinzip aus dem Melderegister erfolgen. Viele Menschen unterschiedlicher Milieus, ansonsten untereinander durch Sprachlosigkeit geprägt, können so zusammenkommen, miteinander reden und sich austauschen.

Welche Maßnahme(n) halten Sie für unabdingbar, damit das Wohnen in Greifswald bezahlbar bleibt?

Axel Hochschild (CDU):Greifswald braucht mehr Wohnraum, in allen Wohnformen und allen Preislagen. Investoren dürfen nicht durch zusätzliche Auflagen gegängelt werden, bestehende Regelungen sind zu überprüfen. Gerade für Einfamilienhäuser müssen mehr Bauplätze ausgewiesen werden. Enteignungen sind das schlechteste Mittel, um Investoren zum Bauen zu motivieren und neuen Wohnraum zu schaffen.

Erik von Malottki (SPD)Wir benötigen eine Mindestquote für bezahlbaren Wohnraum für neue Baugebiete – wie wir sie im geplanten Wohngebiet zwischen Ryck und Altem Friedhof bereits umsetzen. Wir wollen eine stärkere Begrenzung von Mietsteigerungen durch das Land wie Rostock es vormacht. Wir setzen uns dafür ein, dass die WVG weniger Gewinn abführt, damit sie Mieterhöhungen vermeidet und mehr bezahlbaren Wohnraum schafft.

Alexander Krüger (Grüne)In allen Stadtteilen müssen mehr Wohnungen, insbesondere Sozialwohnungen, gebaut werden. Mit der WVG als städtischer Wohnungsbaugesellschaft haben wir die Chance, auch weiterhin Wohnraum zu sozial verträglichen Preisen zu schaffen – hier sollte unser Schwerpunkt liegen.

Nikolaus Kramer (AfD) Die städtischen Reserven zur Erschließung von Baugebieten müssen sinnvoll ausgeschöpft beziehungsweise neu erschlossen werden, allerdings ohne weiteres Gartenland zu zerstören. Denkbar sind zukünftig Auflagen, wie zum Beispiel eine Überbauung mit Wohnungen bei Neubauten von Supermärkten.

Yvonne Görs (Linke) Als Stadt brauchen wir ein kommunales Förderkonzept für sozialen und bezahlbaren Wohnungsbau. Damit dieser in allen Stadtteilen verfügbar wird, muss die Stadt Flächen anbieten, Bauen finanziell unterstützen und Quoten vorgeben. Die AG „Bezahlbarer Wohnraum“ hat gute Vorarbeiten geleistet, die weiter zu entwickeln sind. Der B-Plan 55 in der Hafenstraße ist so ein Modellprojekt für künftigen Neubau.

Anica Jeske (FDP) Das Kernproblem ist zu wenig Wohnraum. Greifswald braucht eine effiziente Bauverwaltung, die schnell und bauherrenfreundlich ist. Dabei setzen die Freien Demokraten auf eine bevorzugte Bebauung innerstädtischer Baulücken. Außerdem kann die Ausweisung von neuen Baugebieten beschleunigt werden, indem politische Abstimmungsprozesse gestrafft werden.

Robert Gabel (Tierschutzpartei): Für uns ist bezahlbarer Wohnraum eines der wichtigsten Anliegen. Bei der Debatte, ob hierbei der marktkonforme Anreiz für Investoren oder die politische Verantwortung zur Gewährung moderater Mieten sowie Schaffung von Sozialwohnungen die bessere Lösung sei, halten wir ein stärkeres Gewicht auf die aktive politische Lösung für notwendig. Die Stadt kann bezahlbaren Wohnraum ermöglichen (B-Plan 55) und soll das auch umsetzen!

Luca Piwodda (Freiparlamentarische Allianz) Die Mietpreise in den Großstädten zeigen das Versagen der Politikerinnen und Politiker in der Wohnungspolitik auf. Wir setzen uns für den sozialen Wohnungsbau ein, um bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen. Hierbei müssen schnelle Lösungen gefunden werden, denn Jahr für Jahr leiden Familien mit kleinen und mittleren Einkommen wie auch Studierende unter den Mietpreisen.

Waldemar Rother (Kompetenz für Vorpommern)Regelungen zur Begrenzung der Miethöhe wie die „Mietpreisbremse“ lehnen wir ab. Die Gesetze stellen hohe Anforderungen an eine Erhöhung von Mieten bei bestehenden Mietverhältnissen und reichen aus. Eine Erhöhung des Wohnungsangebots würde zur Reduzierung von Mieten führen. Dafür müssen schneller neue Baugebiete ausgewiesen und auf Auflagen, die die Herstellungskosten und somit Mieten erhöhen, verzichtet werden.

Ludwig Spring (Bürgerliste)Wir halten unsere starken kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen für die beste Sicherung gegen hohe Mieten. Durch die Ausweisung weiterer Flächen für den Bau von Eigenheimen, Doppelund Reihenhäusern und die Förderung von Wohneigentum wird Druck vom Wohnungsmarkt genommen.

Gregor Kochhan (Alternative Liste): Vorrangiges Ziel müsste es sein, dass es keine Gewinnabführung der WVG an die Stadt mehr gibt. Dieses Geld soll und muss für bezahlbaren und sozialen Wohnungsneubau ausgegeben werden. Das Ziel dabei ist, mindestens 50 Prozent der gesamten Wohnungen der Stadt in kommunaler Hand zu haben, um der beunruhigenden Preisentwicklung gegensteuern zu können

Wo sehen Sie Handlungsbedarf, um Greifswald für junge Familien mit Kindern im Kita- oder schulpflichtigen Alter attraktiver zu gestalten?

Axel Hochschild (CDU) Unsere Kinder verdienen gut ausgestattete und baulich vernünftige Kitas und Schulen. Dafür müssen bestehende Einrichtungen modernisiert und gegebenenfalls neue gebaut werden. Auch hier gilt der Grundsatz des finanziellen Augenmaßes. Für jedes Neugeborene wollen wir ein „Begrüßungsgeld“ in Höhe von 200 Euro einführen.

Erik von Malottki (SPD)Wir benötigen zusätzliche Kitas. Der neue Schulcampus muss schnellstens gebaut, das Humboldtgymnasium saniert werden. Wir werden jeder Kita ein Budget zur Verfügung stellen, damit sie zusätzliches Spielzeug, Bücher o.ä. anschaffen kann. Wir wollen Schulen mit modernen Lehr- und Lernmitteln ausstatten, mehr Schulsozialarbeiter einstellen und eine enge Kooperation zwischen Schule, Hort und Jugendsozialarbeit unterstützen.

Alexander Krüger (Grüne)Wir wollen ausreichend Betreuungsplätze in modernen Kitas. Schulen müssen baulich attraktiv, pädagogisch/medial auf hohem Niveau sein. Kinder müssen sicher zur Schule gelangen: deshalb Hol-/Bringe-Parkplätze und Tempo-30-Zonen vor Kitas/Schulen oder kostenloses Schülerticket. Wir setzen uns ein für eine Essensversorgung aus regionalen Produkten, die für und mit den Kindern gekocht wird.

Nikolaus Kramer (AfD)Wichtig ist es, kontinuierlich Anreize zu schaffen. Beginnend mit Begrüßungspaketen zur Geburt über eine ausreichend vorhandene Betreuung in Kitas. Wir halten es für erforderlich, die flexible Kinderbetreuung, beispielsweise durch Tagesmütter, zu fördern. Ganz wichtig ist dabei die Verbesserung des Betreuungsschlüssels.

Yvonne Görs (Linke) Wir brauchen endlich mehr Kitaplätze. Dazu muss die Stadt den Trägern auch Bauflächen anbieten. Das neue Schulzentrum zu errichten, ist die drängendste Aufgabe der nächsten Jahre. Aber auch alle übrigen Schulen müssen gut ausgestattet und saniert werden. Wir sind dankbar für die pädagogische Vielfalt auch durch freie Träger wie Waldorf-, Martin- und Montessorischule.

Anica Jeske (FDP)Die Wartelisten für Kitaplätze sind zu lang. Daher ist ein weiterer Ausbau in Arbeitsplatznähe der Eltern enorm wichtig.

Robert Gabel (Tierschutzpartei)Die Kinderfreundlichkeit unserer Stadt zu erhöhen, ist ein wichtiges Ziel, weil es ein wichtiger Standortfaktor ist. Neben dem möglichst zeitnah umgesetzten Wegfall der Gebühren für die Betreuung sollen die Betreuungsschlüssel verbessert werden. Die Anzahl der Betreuungsplätze muss ebenfalls dringend erhöht werden. Öffentliche Spielplätze müssen kindergerecht konzipiert, umfassend saniert und gepflegt werden.

Luca Piwodda (Freiparlamentarische Allianz)Zuerst müssen die Kita-Beiträge abgeschafft werden, da diese Leistung des Staates bedingungslos sein muss. Außerdem machen wir uns für eine bessere Ganztagsbetreuung an Schulen stark. Um unsere Stadt langfristig attraktiv für junge Menschen zu gestalten, ist eine Prämie für zugezogene junge Familien notwendig. Zur Prämie soll ein Infoblatt zu allen staatlichen Betreuungsangeboten der Stadt als Orientierung gehören.

Waldemar Rother (Kompetenz für Vorpommern):Greifswald ist bereits sehr attraktiv und hat im Vergleich mit dem Umland und anderen Städten in MV bereits ein sehr hohes Niveau. Die Frage impliziert, dass Greifswald unattraktiv wäre. Die Behauptung ist schlicht unrichtig. Wir müssen uns allerdings bemühen, das bereits vorhandene Niveau zu halten und auch in Spielplätze und Sportstätten investieren. Greifswald steht ansonsten in dieser Beziehung gut da.

Ludwig Spring (Bürgerliste)Wir bekennen uns zu unserer bedarfsgerechten und vielfältigen Trägerlandschaft bei den Kitas und zu unseren Tagesmüttern. Die zügige Sanierung und die Ersatzneubauten unserer kommunalen Kitas sind uns wichtig. Wir möchten in spätestens fünf Jahren Schüler, Eltern und Lehrer zur Einweihung des neuen Humboldtgymnasiums einladen. Wir kämpfen für feste Stellen in der Schulsozialarbeit.

Gregor Kochhan (Alternative Liste) An dieser Stelle sei positiv der Schulneubau und die Entwicklung erwähnt. Ein kostenloser öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) gehört jedoch unabdingbar zur Attraktivität einer Stadt dazu. In diesem Zuge mit der Entwicklung eines kostenlosen ÖPNV sollte die autofreie Innenstadt ausgeweitet und durchgesetzt werden.

Der Sport hat hier eine große Bedeutung. Was sollte die Stadt tun, um die Arbeit der Vereine besser zu unterstützen? Braucht Greifswald eine neue Schwimmhalle?

Axel Hochschild (CDU): Die Sportvereine und ihr ehrenamtliches Engagement müssen weiter unterstützt werden, insbesondere in ihrer Kinder- und Jugendarbeit. Mit der neuen Sportförderrichtlinie haben wir einen ersten wichtigen Baustein dafür geschaffen. In Zukunft müssen die Möglichkeiten besser genutzt werden, um den Sanierungsstau bei Sportstätten abzubauen. Es sollte wieder einen eigenständigen Sportausschuss geben.

Erik von Malottki (SPD) Die Stadt muss die Sanierung der Sportstätten vorantreiben und ein Sanierungsprogramm auflegen. Wir benötigen mehr Hallenkapazitäten, wollen die alte CDF-Halle erhalten. Angesichts hoher Kosten sehen wir keine Möglichkeit, eine neue Schwimmhalle zu bauen; stattdessen wollen wir die Zusammenarbeit der Vereine mit dem Schwimmbad unterstützen. Wir setzten uns dafür ein, dass das Strandbad 2019 eintrittsfrei ist.

Alexander Krüger (Grüne)Wir brauchen Sportstätten, die sowohl für Wettkampf-, als auch für Breitensport genutzt werden können. Dazu braucht es flexible Aufteilungen der Hallen. Sie sollten am Nachmittag effizienter genutzt werden. Das Instrument der städtischen Sportförderung wollen wir beibehalten und am Bedarf der Vereine, Freizeitgruppen und nichtorganisierten Sportler ausrichten. Den Bedarf für eine neue Schwimmhalle sehen wir nicht.

Nikolaus Kramer (AfD)Eine neue Schwimmhalle sollte allein aus wirtschaftlichen Gründen nicht zur Debatte stehen. Um die Vereine noch besser zu unterstützen, ist mehr Hilfe zur Selbsthilfe ein wichtiger Schritt. Unbürokratische Fördermittelbeantragung und Unterstützung dabei entlasten die zumeist ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder bei einem wichtigen Baustein der Vereinskultur.

Yvonne Görs (Die Linke) Die von uns initiierte Sportentwicklungsplanung und die neue Sportfördersatzung müssen dazu genutzt werden, um die Vereine bei der Sanierung der gepachteten Sportstätten zu unterstützen. Die Stadt muss mehr in den Sport investieren. Die jetzigen Mittel für den Sport sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Der Erhalt des Freizeitbades auch für den Schul-, Vereins- und Individualsport hat für uns Vorrang.

Anica Jeske (FDP)Damit Vereine ihrem Betrieb nachgehen können, brauchen Sie ihre Plätze und Hallenkapazitäten. Wir müssen in die Modernisierung städtischer Sportflächen investieren und die eine oder andere Halle neu bauen. Eine wettkampftaugliche Sportschwimmhalle mit 50 Meter-Bahn würde Greifswald gut zu Gesicht stehen.

Robert Gabel (Tierschutzpartei)Die meisten der über 30 Sportstätten Greifswalds benötigen dringend Sanierungsmaßnahmen. Die Stadt muss verstärkt bei der Einwerbung von Fördermitteln für u.a. diese Maßnahmen helfen und auch bei den Eigenmitteln der Vereine einspringen. Der Ausbau des Geländes am PhilippMüller-Stadion zu einer großen Sportund Freizeitanlage ist ein ehrgeiziges Projekt, das grundsätzlich unterstützenswert ist.

Luca Piwodda (Freiparlamentarische Allianz) Die Förderung des Vereinswesens ist enorm wichtig für die Kultur der Stadt Greifswald. Aus diesem Grund sollen zentrale Anlaufstellen und Messen geschaffen werden, um die Vereinsarbeit präsenter in der Öffentlichkeit zu machen. Wir setzen uns dafür ein, dass mindestens 5% des Stadthaushalts für Projekte verschiedener Vereine ausgegeben werden sollen, um das ehrenamtliche Engagement angemessen zu würdigen.

Waldemar Rother (Kompetenz für Vorpommern): Nein, wir benötigen keine neue Schwimmhalle. Es war ein großer Fehler und Nachteil für die Stadt, dass die Sportwissenschaften an der Universität abgeschafft wurden. Dies sollte langfristig versucht werden zu korrigieren. In die Sportstätten, insbesondere ins Volksstadion, sollte besser investiert und dies nicht den bereits überlasteten Vereinen mit ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern überlassen werden.

Ludwig Spring (Bürgerliste) Wir unterstützen die Großprojekte unserer Sportvereine (Philipp-Müller Stadion und Wassersportzentrum Südmole) mit langfristigen Pachtverträgen und bei der Einwerbung von Fördermitteln. Das Freizeitbad ist notwendig für den Schwimmunterricht und den Sport. Sollte ein Ersatzneubau notwendig sein, muss dieser solide vorbereitet werden.

Gregor Kochhan (Alternative Liste) Eine neue Schwimmhalle ist nicht das vordringlichste Problem, sondern bezahlbare Preise für alle bei den bereits bestehenden Angeboten. Sportförderung bedeutet für uns vor allem die Förderung des Breitensports sowie den Zugang zu Sportanlagen für Nischensportarten zu ermöglichen. Wir würden auf eine bessere Kooperation von Hochschulsport und Vereinen in der Stadt drängen

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