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Greifswald Buckelpisten statt Fahrbahnen - Autofahrer sind genervt
Vorpommern Greifswald Buckelpisten statt Fahrbahnen - Autofahrer sind genervt
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16:52 26.03.2018
Etliche Straßenschäden in Greifswald verärgern Autofahrer.
Etliche Straßenschäden in Greifswald verärgern Autofahrer. Quelle: Christin Weikusat
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Greifswald

Der frostige Winter hat Spuren hinterlassen: Besonders Autofahrer sind genervt von den Schlaglöchern und Rissen auf den Straßen der Hansestadt und in der Umgebung. „Die ersten Löcher wurden bereits vereinzelt während des Winters gestopft. Seit ein paar Wochen sind die Männer des Bauhofs massiv unterwegs“, sagt Greifswalds Pressesprecherin Andrea Reimann. Und die Liste der zu machenden Fahrbahnen ist lang: Während sich die Mitarbeiter des Bauhofs vorwiegend um die Hauptstraßen wie die Anklamer, die Osnabrücker oder die Schönwalder Landstraße kümmern, müssen die Nebenstraßen erst einmal warten.

Etliche Straßen in der Hansestadt und in der Umgebung sind gespickt mit Schlaglöchern und Rissen in den Fahrbahnen. Obwohl die Stadt schon hinterher ist, gibt es noch einiges zu tun.

Anwohner verärgert

Besonders schwer haben es Autofahrer samt ihrer Stoßdämpfer in der Tallinner Straße im Ostseeviertel oder im Friedhofsweg in Eldena. Hier gleicht der Weg einer Buckelpiste. „Es ist eine Schande, dass man solche Zustände in der heutigen Zeit immer noch beklagen muss. Ich erinnere nur daran, dass die Stadt auch hier eine Verkehrssicherunspflicht hat“, sagt OZ-Leser Ingo Pahl. Bislang wurden knapp zwei Tonnen Kaltmischgut und 300 Kilogramm Heißmischgut fürs Beheben der Straßenschäden verarbeitet. „Die Mittel dafür kommen aus dem Budget für ,Unterhaltung’. Wir gehen davon aus, dass wir mindestens 6000 Euro Materialkosten benötigen“, so die Pressesprecherin. Diese werden wohl auch in die Wolgaster Straßen fließen müssen: Dort reißt neben der gerade sanierten Spur die Straße auf. Die Stadt will „punktuelle Asphaltreparaturen vornehmen und die Schlaglöcher erst einmal mit Kaltasphalt verfüllen“, so Reimann.

Mehr Einsatztage in diesem Winter

Auch die Kreisstraßen hat es in diesem Winter hart getroffen: „Der ständige Wechsel zwischen Frost und Tau hat uns zwischenzeitlich viele Einsätze mit Kaltmischgut gebracht“, sagt Kreissprecher Achim Froitzheim. Sobald das Wetter es zulasse, werde sofort mit den Reparaturarbeiten begonnen, so Froitzheim. „Jedoch sollten die Bürger Verständnis dafür haben, dass wir nicht zur gleichen Zeit an allen Orten des Landkreises arbeiten können“, so Froitzheim. Detaillierte Aussagen zu den Winterschäden der Kreisstraßen kann er noch nicht treffen. Aber: „Im Winter 2017/18 gab es deutlich mehr Einsatztage für den Winterdienst als den Vorjahren.“

Christin Weikusat