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Greifswald Bürgerentscheide in Greifswalder Stadtrandgemeinden
Vorpommern Greifswald Bürgerentscheide in Greifswalder Stadtrandgemeinden
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16:25 28.06.2018
Das Gebäude des Amtes Landhagen
Das Gebäude des Amtes Landhagen Quelle: Peter Binder
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Greifswald

Für Gemeinden mit hauptamtlichem Bürgermeister werden 5000 Einwohner benötigt. Ohne Neuenkirchen klappt es im Amt Landhagen nicht. In zwei Monaten entscheiden die Bürger per Brief, ob sie eine Fusion mit anderen Greifswalder Stadtrandgemeinden wollen oder nicht. Die Gemeindevertretung ist dafür. Ein Bürgerbegehren hat erreicht, dass nun die Bewohner gefragt werden. Sind sie dagegen, kann erst in zwei Jahren wieder über eine Fusion im Amt verhandelt werden.

Wackerows Einwohner können am gleichen Tag entscheiden, ob ihre Gemeinde Stadtteil Greifswalds werden soll. Auch hier wird der Bürgerentscheid per Brief durchgeführt. Gibt es eine qualifizierte Mehrheit dagegen, dann steht den Wackerowern auch noch der Weg nach Landhagen offen.

Der Wackerower Bürgerentscheid erfolgt aufgrund eines Vertreterbegehrens. Das heißt, die Gemeindevertretung hat ihn beschlossen.

Die 5000 Einwohner für den  hauptamtlichen Bürgermeister kommen nur zusammen, wenn auch die Wackerower mitmachen. Die aktuell heiratswilligen Kommunen Mesekenhagen, Neuenkirchen, Levenhagen und Dargelin kommen zusammen noch nicht auf diese Zahl.

Damit ein Bürgerentscheid gültig ist, müssen 25 Prozent der Wahlberechtigten das Anliegen unterstützen. Das ist eine hohe Hürde, an der in Städten schon viele Bürgerentscheide scheiterten.

Oberdörfer Eckhard