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Greifswald Bürgerinitiative gegen Bebauung
Vorpommern Greifswald Bürgerinitiative gegen Bebauung
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00:00 08.03.2018
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Greifswald

Am 12. April soll die Bürgerschaft entscheiden, was im Museumshafen neu gebaut wird. Investoren können auf der Sitzung ihre Konzepte vorstellen. Dafür hat sich der Bauausschuss am Dienstagabend mit zwölf Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen ausgesprochen. Bekannte Ideen sind ein Gesundheitszentrum mit Café, öffentlicher Toilette, Tourismusinfo und Fahrscheinverkauf sowie ein Restaurant , ebenfalls mit öffentlicher Toilette, Tourismusinfo, Fahrscheinverkauf und Büros.

In der Bevölkerung regt sich Widerstand gegen jede Bebauung auf der Fläche neben der „Stubnitz“. Eine der letzten frei zugänglichen Bereiche dürfe nicht geopfert werden, argumentierten die Bürger Hinrich Ballke und Claudia Gaschler in der Ausschusssitzung. Der Museumshafen sei die wohl beliebteste Feierstätte der Greifswalder Jugend in der warmen Jahreszeit. Gaschler lädt mit Erik von Malottki (SPD/Bürgerschaftsmitglied), Tino Höfert vom Stadtjugendring und dem früheren Juso-Vorsitzenden Johannes Barsch heute um 18 Uhr ins „Sofa“ in der Brüggstraße zur Gründung der Bürgerinitiative mit dem vorläufigen Namen „Museumshafen bleibt grün“ ein. „Wir haben große Angst, dass am Ende eine Mehrheit der Bürgerschaft aus rein wirtschaftlichen Interessen und gegen die Interessen der Menschen für einen Verkauf stimmt.“ Das Argument, dass der 2016 beschlossene Rahmenplan eine Bebauung an dieser Stelle vorsieht, lässt von Malottki nicht gelten. „Als wir darüber beschlossen haben, dachte ich an eine öffentliche Toilette mit Fahrscheinverkauf und Kiosk.“

Die Stadtverwaltung wollte ursprünglich gleich an den Gesundheitszentruminvestor FPx5 GmbH verkaufen, der angegeben haben soll, 36 Arbeitsplätze zu schaffen. Dass andere Investoren keine Chance haben sollten, kritisierte unter anderem Christian Kruse (CDU). Die FPx5 GmbH drängt allerdings auf eine Entscheidung spätestens am 12. April , weil sonst zugesagte Fördermittel futsch seien.

Laut Kämmerer Gero Maas seien Verkaufsverhandlungen von FPx5 mit dem Schwedenkontor gescheitert, wo die GmbH zunächst bauen wollte. Dessen Geschäftsführer Rainer Schwenke bestätigte zwei Gespräche 2017, bei denen es noch nicht einmal um Preise ging. „Ich hätte gern 2000 Quadratmeter mit Zufahrt zur Hafenstraße verkauft, wo jetzt Garagen stehen“, sagt er. Aber FPx5 wollte nur direkt an der Hafenstraße bauen, das Schwedenkontor selbst steht aber nicht zum Verkauf.

Eckhard Oberdörfer

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