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Greifswald Burger-Kette „Peter Pane“: In diesen Städten in MV sind neue Restaurants geplant
Vorpommern Greifswald Burger-Kette „Peter Pane“: In diesen Städten in MV sind neue Restaurants geplant
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07:03 13.08.2019
Patrick Junge (42) stieg 2013 ins Burger-Geschäft ein und eröffnete sein erstes Peter-Pane-Lokal in Binz auf Rügen. Quelle: Peter Pane
Rostock

 Die Burger-Kette Peter Pane wächst weiter: Nachdem das Unternehmen Ende Juli in Warnemünde sein mittlerweile 30. Restaurant eröffnete, folgten nun im August neue Lokale in Frankfurt am Main (Hessen) und Timmendorf (Schleswig-Holstein).

Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind weitere Restaurants geplant. „Wir schauen uns in Greifswald um und es gibt Gespräche in Wismar. Wir würden uns freuen, wenn das klappt“, sagt Patrick Junge, Geschäftsführer und Inhaber der Unternehmensgruppe Paniceus, zu der Peter Pane gehört.

Junge ist eng mit Mecklenburg-Vorpommern verbunden: Der Spross der Lübecker Bäckerdynastie Junge leistete seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr in Schwerin. „Meine Eltern haben mich schon früher immer mit nach MV genommen. Für mich ist es das schönste Bundesland“, sagt Junge. In Rostock machte er nach dem Studium seine ersten beruflichen Schritte: „Ende der 1990er Jahre wohnte ich dort zwei Jahre lang und habe nur gute Erinnerungen.“ Heute lebt der Wahlmecklenburger bei Redefin (Ludwigslust-Parchim).

Ein paar Eindrücke aus dem neuen Burger-Restaurant am Leuchtturm.

Streit mit „Hans im Glück“ beigelegt

Zwölf Jahre lang war Junge Geschäftsführer bei der Bäckerei. 2012 verkaufte er seine Anteile und stieg ins Burger-Geschäft ein. „Ich wusste, dass das ein Wachstumsmarkt sein kann“, blickt der 42-Jährige zurück. 2013 eröffnete er sein erstes Restaurant in Binz auf Rügen. An die neue Branche habe er sich erst einmal gewöhnen müssen. „Hier ist ein anderer Service gefragt als im Bäckergeschäft, auch sind Mitarbeiter und Gäste anders.“ Es stehe mehr das Erlebnis im Vordergrund.

Lesen Sie auch den OZ-Kommentar: Wer weniger Burger isst, hilft dem Klima

Junge war zunächst Franchise-Nehmer der Burger-Kette „Hans im Glück“, bis das Münchner Unternehmen den Vertrag 2015 kündigte. Anschließend firmierte Junge seine damals zwölf Restaurants in „Peter Pane“ um. Es folgte ein jahrelanger Streit um die Kündigung und die Einrichtung der Schnellrestaurants. Ende 2018 einigten sich dann beide Seiten außergerichtlich – kurz bevor das Oberlandesgericht München sein Urteil über die Berufungsklage des Peter-Pane-Betreibers gegen „Hans im Glück“ verkünden wollte.

Umsatz soll bis 2020 verdoppelt werden

Ungeachtet der juristischen Auseinandersetzungen wuchs Junges Burger-Kette immer weiter. Im vergangenen Jahr haben alle Peter-Pane-Restaurants einen Gesamtumsatz von 51,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Umsatzsteigerung entspricht gemessen am Vorjahr einem Plus von 21,4 Prozent. Bis zum Jahr 2020 plant das Unternehmen, 45 Lokale eröffnet zu haben und rund 100 Millionen Euro Umsatz zu machen.

Drei Restaurants in MV

Die Burger-Kette Peter Pane besitzt aktuell drei Restaurants in Mecklenburg-Vorpommern. Das Lokal in Binz auf Rügen ist 2013 eröffnet worden. Hier arbeiten nach Unternehmensangaben 30 Mitarbeiter.

Mitte 2017 kam das Peter-Pane-Restaurant in Rostock an der Kröpeliner Straße hinzu, wo heute rund 50 Mitarbeiter tätig sind.

Das neueste Lokal in Warnemünde öffnete Ende Juli feierlich seine Türen. 365 Gäste haben hier im Innen- und Außenbereich Platz. 40 Mitarbeiter sind hier beschäftigt.

Junge spricht von drei Säulen für seinen Erfolg: ausgewählte Toplagen, ausgesprochene Gastfreundschaft der Mitarbeiter sowie Nachhaltigkeit bei Speisen und Getränken. Das Unternehmen bezieht sein Fleisch ausschließlich aus Deutschland – ein Teil davon kommt sogar aus dem eigenen Landwirtschaftsbetrieb bei Redefin.

Jeder dritte Fleisch-Patty aus eigener Haltung

Manuel Wilck, Mitarbeiter der Junge Land- und Forstwirtschaft GmbH, steht mit seinem Sohn vor der Rinderherde bei Redefin. Quelle: Peter Pane

„Wir haben aktuell 110 Rinder in unserer Herde auf 1600 Hektar Land“, sagt Junge. Es handle sich um keinen Biobetrieb, wie er einräumt, aber um eine sogenannte Offenland-Haltung. „Unsere Tiere sind drei Viertel des Jahres draußen.“ Langfristig soll die Herde auf 200 Tiere anwachsen. Dies gehe aber nicht von heute auf morgen. „Wir wollen das aus dem eigenen Bestand aufbauen und keine Tiere dazu kaufen.“

Der gesamte Fleischbedarf in den Restaurants könne mit dem eigenen Landwirtschaftsbetrieb zwar nicht abgedeckt werden – aber immerhin ein Teil. „Jeder dritte Fleisch-Patty soll langfristig aus eigener Haltung kommen“, sagt Junge.

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Von André Horn

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