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Greifswald Burgerbau im Labyrinth: Greifswalder Kinder kochen im Jugendclub
Vorpommern Greifswald

Burger bauen im Labyrinth: Greifswalder Kinder kochen im Jugendclub 

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08:19 14.02.2020
Ein Kind beißt mit Genuss in einen Burger Quelle: Symbolbild action press
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Greifswald

Aufgeregt wuseln die Kinder im Greifswalder JugendclubLabyrinth“ umher, sie schnippeln Gurken und Tomaten, decken den Tisch und freuen sich auf das warme Mittagessen: Für die rund 20 Kids gab es am Donnerstagnachmittag Burger. Zwei Mal in der Woche wird in den Räumen in Schönwalde II gekocht – nun ist das Projekt für ein weiteres Jahr finanziell gesichert. Die Dienstleistungsgesellschaft der WVG (DLG) unterstützt den Kinderschutzbund des Kreisverbandes Vorpommern.

„Zuvor haben wir das Koch-Projekt aus Eigenmitteln finanziert“, erklärt Sozialpädagoge Axel Sonnenberg. Mit der Unterstützung der DLG würden sich mehr Möglichkeiten ergeben. „Wir können jetzt auch mal mit Bio-Lebensmitteln kochen oder mit den Kindern und Jugendlichen auf den Markt fahren.“ Der Bedarf, dass im Jugendclub frisch gekocht werde, sei auf jeden Fall da, bestätigt Sonnenberg. „Nicht jedes Kind, das hier spielt, bekommt drei Mahlzeiten am Tag. Und mit einem symbolischen Beitrag von 30 Cent für ein Mittagessen ist es auch für Eltern mit weniger Einkommen erschwinglich.“

Ziel: Wohnquartier stärken

Jedoch komme es nicht nur auf die finanzielle Förderung an, betont der Geschäftsführer der Woh­nungs­bau- und Ver­wal­tungs­ge­sell­schaft Klaus-Peter Adomeit. „Wir wollen das Wohnquartier aufwerten und den Zusammenhalt stärken“, sagt er. „Deswegen ist eine gute Zusammenarbeit so wichtig.“ Weil die Familien selten aus dem Kiez heraus kämen, wolle die WVG gemeinsam mit dem „Labyrinth“ einen Anlaufpunkt setzen, in dem die Kinder auch mal unter sich sein können.

Thomas Scheel (DLG), Angela Leddin (Kinderschutzbund) und Klaus-Peter Adomeit (WVG) unterzeichnen einen Kooperationsvertrag im Jugendclub "Labyrinth". Quelle: Stefanie Ploch

Die Kooperation zwischen der DLG und dem Jugendzentrum bestand schon vorher: Als es noch den Kindermittagstisch gab, der Schülern aus einem sozial schwachem Haushalt die Schulspeisung ermöglichte, übernahm die DLG Essenspatenschaften. Nachdem das Projekt Ende vergangenen Jahres auslief, wurde nach einer weiteren Kooperation gesucht – und im Kochprojekt gefunden.

Kinder können Mitentscheiden

Das Gute am Projekt sei, so Angela Leddin vom Kinderschutzbund, dass die Kinder selbst Mitentscheiden können, was sie kochen wollen. „Die Kinder können sich einbringen, lernen das Kochen von gesunden und ausgewogenen Mahlzeiten und haben hier eine warme Mahlzeit“, sagt sie. Und das Beste ist, dass die Schüler sich nun auch in diesem Jahr an Pfannkuchen, Pasta oder Putensteak probieren können.

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Von Stefanie Ploch

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