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Greifswald CDU auf Feuerwehrtour in Vorpommern-Greifswald
Vorpommern Greifswald CDU auf Feuerwehrtour in Vorpommern-Greifswald
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18:26 12.09.2019
CDU-Fraktionschef (links) am Steuer des Levenhäger Feuerwehrautos neben Bürgermeister Steffen Boos Quelle: Eckhard Oberdörfer
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Levenhagen/Hinrichshagen

In die Jahre gekommene Fahrzeuge behindern die Arbeit vieler Feuerwehren in Vorpommern-Greifswald. So können die Levenhäger mit ihrem angerosteten und 21 Jahre alten Auto nicht als Erste vor Ort sein, wenn es um Einsätze auf der nahen A 20 geht. Wie Amtswehrführer Heiko Burgas begründet, ist mit dem jetzigen Löschfahrzeug die Sicherheit der Einsatzkräfte nicht gewährleistet. Dabei hat Levenhagen sogar auch am Tag das nötige Personal, um schnell mit ausreichend Leuten auf der A 20 zu sein.

50 Millionen vom Land für Technik und Feuerwehrhäuser

Schnelle Abhilfe ist nicht in Sicht. Im Haushalt des Landkreises Vorpommern-Greifswald stehen zu wenig Mittel für die übliche Drittelfinanzierung (Land, Kreis, Gemeinde) bereit. Ein Leidtragender ist WeitenhagenSchwerin sagte Geld zu, die Gemeinde hat genug, aber auf der langen Warteliste des Kreises ist die Stadtrandgemeinde nach Jahren noch nicht weit genug vorangerückt. Selbst wenn alles Geld bereitsteht, dauert es unter anderem wegen der nötigen Ausschreibungen und der langen Wartezeiten in der Fertigung noch um die fünf Jahre, ehe das Fahrzeug da ist.

Da kommt ein neuer 50-Millionen-Euro-Topf für Häuser und Technik der Feuerwehren gerade recht, für den Vincent Kokert, CDU-Fraktionschef im Landtag, auf Werbetour ist. Dieser Topf sei auf seine Initiative entstanden, sagte er in Levenhagen. „Davor gab es keinen Euro für die Feuerwehren im ländlichen Raum.“ Mit einem Teil der Mittel wolle das Land 150 bis 180 Autos eines Typs anschaffen, um durch den Kauf im Paket etwa 40 Prozent pro Stück zu sparen. Den Rabatt gibt das Land weiter, der Kreis muss keinen Cent hinzugeben. Die Mittel stehen bis zur Landtagswahl 2021 bereit.

Kokert: Arme Gemeinden müssen nur zehn Prozent zahlen

Kokert ist selbst Feuerwehrmann. Die Autos, die der CDU-Politiker bestellen und für gut geeignet für Gemeindewehren hält, haben einen Tank mit 750 Liter Wasser und Allradantrieb. Schere und Spreizer lassen sich unterbringen. Bei einem Anschaffungspreis von etwa 100 000 Euro wäre eine Förderung von 90 Prozent bei guter Begründung möglich, lockte Kokert. Die Richtlinie dafür solle im November vorliegen. „Bis das Auto geliefert wird, dauert es aber 24 Monate“, dämpfte Amtswehrführer Heiko Burgas Hoffnungen auf ganz schnelle Hilfe.

Levenhagen wollte eigentlich ein Auto mit einem 1000-Liter-Tank anschaffen, das aber deutlich teurer wäre als die etwa 100 000 Euro für eines aus dem Landespaket, die zu 90 Prozent gefördert werden können. Bürgermeister Steffen Boos, sein Stellvertreter Christian Stühmeyer und Wehrführer Berthold Kurth waren von der Kokert-Offerte angetan.

Hinrichshagen könnte Kreisanteil fürs neue Auto übernehmen

Anders als Levenhagen könnte Hinrichshagen sogar den Anteil des Kreises bei der üblichen gedrittelten Förderung mit übernehmen, schätzt Oliver Dinse, der Stellvertreter des Wehrführers und Bürgermeisters Marko Dietrich, ein. Die Gemeinde will ein Auto mit 1400-Liter-Tank und sehr leistungsstarker Pumpe anschaffen. Zwar wuchs die Einwohnerzahl Hinrichshagens durch Zuzug aus Greifswald nach der Wende auf über das Doppelte, aber anders als in Levenhagen sieht es mit der Tagesbereitschaft schlecht aus. Das müsse man durch bessere Technik ausgleichen, so Dinse.

 Die Offerte Kokerts wurde gehört, aber so richtig begeistert waren die Hinrichshäger nicht, obwohl die Anschaffung über die Regelförderung Jahre länger dauert und deutlich teurer ist. Hinrichshagen mit seinem ausgeglichenen Haushalt würde eines der Kokert-Autos zu 70 Prozent gefördert bekommen. 33 Prozent vom Land wären es bei der Regelförderung.

  Dinse und andere argumentierten für das größere Fahrzeug mit einer im Amt Landhagen vorgesehenen Spezialisierung der Wehren und Löschwasserknappheit. „Es ist ihre Entscheidung, ob sie den Spatz in der Hand nehmen oder auf die Taube hoffen“, kommentierte Kokert. Bisher steht Hinrichshagen noch nicht einmal auf der langen Antragsliste des Kreises. Denkbar ist auch die Förderung des größeren Autos über das neue Programm.

CDU-Fraktionschef Vincent Kokert (links) besuchte die Feuerwehr in Levenhagen, rechts Wehrleiter Berthold Kurth, im Hintergrund Amtswehrführer Heiko Burgas Quelle: eob

Von Eckhard Oberdörfer

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