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Greifswald Chor hat nun genügend Platz zum Proben
Vorpommern Greifswald Chor hat nun genügend Platz zum Proben
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00:00 21.04.2018
Der Volkschor Kemnitz probt wöchentlich im neuen Saal. Im Juni wird dort auch das 30-jährige Jubiläum gefeiert. FOTOS (2): CORNELIA MEERKATZ
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Kemnitz

Volkschor, Frauensport, Dienstagsfrauen, Volkssolidarität, Feuerwehr – in der Gemeinde Kemnitz herrscht ein reges Vereinsleben. Problematisch war bisher nur, dass es keinen geeigneten Raum gab, in dem Proben, Zusammenkünfte und größere Veranstaltungen stattfinden konnten. Das Gemeindezentrum verfügte nur über kleinere Räume, dort herrschte dann immer ziemliches Gedränge. „In der Gemeindevertretung haben wir lange überlegt und uns dann zum Umbau entschlossen. Aus vielen kleinen Räumen ist so ein wunderbarer großer Saal entstanden“, schildert Katharina Kurowski, die stellvertretende Bürgermeisterin.

Kemnitz hat einen großen Saal - Gemeindezentrum mit Fördermitteln umgebaut

Im vergangenen Jahr habe die Gemeinde für den Bau Fördermittel aus dem Leaderprogramm beantragt und auch bewilligt bekommen, sogar einen kleinen „Nachschlag“ wegen der gestiegenen Baupreise gab es.

„Dadurch konnten wir den Umbau schnell realisieren“, sagt Bürgermeister Gerhard Buchheister. Die Umbaukosten für das Gemeindezentrum betrugen insgesamt 120000 Euro. Der größte Teil davon, nämlich knapp 100000 Euro, war Förderung durch das Leaderprogramm.

Innerhalb weniger Monate wurde so aus klein groß – die kleinen Räume wurden zu einem schönen Saal umgebaut. 90 bis 100 Personen finden dort jetzt Platz. Ein weiteres kleines „Sälchen“ kann von 20 Gästen genutzt werden. Außerdem ist das Gemeindezentrum jetzt behindertengerecht zugänglich, keine Stufen, keine Absätze zwischen Flur und Saal. Und die Toiletten wurden ebenfalls behindertengerecht umgebaut. Zudem sind alle Anforderungen an den Brandschutz jetzt erfüllt.

Zur Einweihung gab es einen Bürgermeisterempfang, bei dem auch ein kleiner Film übers Baugeschehen gezeigt wurde, was nach aussage der stellvertretenden Bürgermeisterin sehr gut ankam. Der Baufilm wurde sogar schon ein zweites Mal eingesetzt: Als Vorfilm beim Kinoabend. „Wir haben uns überlegt, dass man den schönen Saal auch dafür nutzen kann, schließlich haben wir auch moderne Medientechnik mit installieren lassen“, so Kurowski. Rappelvoll sei er gewesen, was zeige, dass die Menschen auf solche Angebote warten. Der Hauptfilm sei dann ein Streifen gewesen, der ebenfalls ganz eng mit Kemnitz verbunden ist: „Ein irrer Duft von frischen Heu“. Der Defa-Streifen aus dem Jahr 1977 wurde in großen Teilen in Kemnitz gedreht. Weil die Premiere so erfolgreich war, soll es künftig ab Herbst immer monatlich Winterkino in Kemnitz geben. „Viele Einwohner haben gesagt, dass sie sich sehr darauf freuen, erspart es doch weite Wege zum nächsten Kinosaal in die Stadt.“

Der Saal wird seit der Einweihung vor wenigen Wochen von vielen Vereinen rege genutzt. Allwöchentlich probt zum Beispiel der Kemnitzer Volkschor dort. Der Klangkörper übt bereits ein Jubiläumsprogramm ein. Anfang Juni feiert er sein 30-jähriges Bestehen. Zum Repertoire gehören auch wunderschöne Frühlingslieder. Die Probe hörte sich so gut an, dass Vorbeikommende gleich Lust zum Mitsingen und Mitsummen bekamen ... „Die Akustik im großen Saal ist prima, der Chor ist zufrieden“, sagt Katharina Kurowski.

Nun, da im Inneren des Gemeindezentrums alles vom Feinsten ist, wollen sich die Kemnitzer der Außenanlagen vor dem Haus annehmen. „Es soll ein Platz werden, der zum Verweilen einlädt“, sagt Kurowski.

Bürgermeister Gerhard Buchheister freut sich, dass die Entscheidung der Gemeindevertretung zum Umbau so viel positive Resonanz gefunden hat. „Wir haben klug überlegt und Gemeindegeld sowie Fördermittel sehr nachhaltig eingesetzt“, betont er.

Cornelia Meerkatz

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