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Greifswald Defekter Fahrstuhl am Greifswalder Bahnhof sorgt seit Monaten für Frust
Vorpommern Greifswald Defekter Fahrstuhl am Greifswalder Bahnhof sorgt seit Monaten für Frust
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12:48 03.05.2019
Ihr Fahrrad bekommt Nicole Meier (32) nicht mehr auf die andere Seite. Das lässt sie auf dem Bahnhofsvorplatz stehen. Ein Stoppzeichen weist auch unten darauf hin, dass der Fahrstuhl nicht funktioniert. Quelle: Christin Lachmann
Greifswald

An der Frontscheibe des gläsernen Aufzuges sticht ein „Defekt“-Aufkleber hervor, darunter ein weiterer, auf dem in Großbuchstaben das Wort „Reparatur“ steht. Direkt über dem Fahrstuhlknopf weist ein rotes Stopp-Schild darauf hin, dass der Lift außer Betrieb ist.

Seit mehreren Monaten kommt es immer wieder zu technischen Ausfällen bei einem der drei Fahrstühle am Greifswalder Bahnhof. Das sorgt nicht nur bei Reisenden, sondern auch bei Anwohnern für Frust. Denn der Aufzug am Ausgang Osnabrücker Straße ist für Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen, Fahrradfahrer oder Menschen mit Rollatoren die einzige Möglichkeit in wenigen Minuten vom Parkplatz auf der Rückseite des Bahnhofes zu den Gleisen oder zum Vorplatz zu gelangen.

Fahrstuhl funktionierte die vergangenen Wochen nur wenige Male

„Viele Leute müssen einen Umweg über die Brücke nehmen oder den Durchgangstunnel benutzen“, sagt Günter Hark. Seit etwa einem halben Jahr beobachtet der Rentner von seinem Balkon aus, wie sich beispielsweise Reisende samt schwerem Gepäck mit den Treppen zu den Gleisen abmühen, weil der Fahrstuhl defekt ist. Ein Ärgernis, findet der 82-Jährige Anwohner, der vor allem an Eltern und gehbehinderte Menschen denkt: „Die tun mir sehr leid.“

Ähnlich sieht das auch Nicole Meier. Im Februar ist sie von Peenemünde nach Greifswald gezogen, wohnt in der Nähe der Osnabrücker Straße. Ihr Fahrrad, das sie für ihren täglichen Arbeitsweg in die Innenstadt benötigt, lässt sie jeden Tag am Bahnhofsvorplatz stehen und geht zu Fuß durch die Bahnunterführung nach Hause. „Auf der Insel Usedom würde man so ein Problem schneller lösen“, ist sich die 32-Jährige sicher. Nur wenige Male hätte der Aufzug in den vergangenen Wochen funktioniert, so Meier weiter.

Oberbürgermeister wusste über technischen Defekt Bescheid

Das bestätigt auch Rentner Hark: „Für einige Tage schien der Fahrstuhl wieder zu funktionieren. Meistens allerdings sehe ich abends von Weitem das rote Stopp-Schild leuchten“. Bei einem persönlichen Gespräch Anfang April mit dem Oberbürgermeister Stefan Fassbinder habe er das Problem angesprochen.

Ein Stoppzeichen weist auch im unteren Bahndurchgang darauf hin, dass der Fahrstuhl nicht funktioniert. Quelle: Christin Lachmann

Doch bei wem liegt überhaupt die Zuständigkeit? Nachfrage vor Ort: Eine Bahnmitarbeiterin des Service-Center kontaktiert die Leitstelle. Die wiederum verweist auf die Zuständigkeit der Stadt. Auch Gisbert Gahler vom Regionalbüro der Deutsche Bahn AG bestätigt, dass sich der Aufzug im Besitz der Hansestadt befindet. Allerdings gebe es einen Betreibervertrag zwischen Stadt und Deutscher Bahn. „Als Auftraggeber muss uns allerdings die Stadt auf solche technischen Mängel hinweisen. Erst dann können wir darauf reagieren“, fügt Gahler hinzu.

Bei der Stadt wusste man bis zur Anfrage der OZ noch nichts von dem Problem. „Sonst kommen in so einem Fall Einwohner auf uns zu, aber dieser Fall war uns neu“, so Stadtsprecherin Andrea Reimann. „Wir haben sofort einen Auftrag ausgelöst.“

Christin Lachmann

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