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Greifswald Deutschlands „Handpapst“ kommt aus der Hansestadt
Vorpommern Greifswald Deutschlands „Handpapst“ kommt aus der Hansestadt
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12:50 06.01.2015
Professor Andreas Eisenschenk aus Greifswald ist einer der führenden Chirurgen in Europa. Quelle: Unfallkrankenhaus Berlin
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Greifswald

Die Expertise des Greifswalder Professors Andreas Eisenschenk ist gefragt. Etwa 80 abgetrennte Gliedmaßen näht er im Jahr wieder an und gehört damit zu den führenden Spezialisten in Europa. „Die Erfolgsquote liegt bei etwa 80 Prozent“, erläutert der Arzt. „Er hängt sehr davon ab, wie stark die Zerstörungen sind, wie viele Muskeln betroffen sind.“ Schiffsschrauben, Kreissägen, Messer, es kommen viele Werkzeuge infrage. Entscheidend sei es gerade bei einer Hand, die Funktion und auch das Gefühl zu erhalten.

„Das Wiederannähen abgetrennter Körperteile ist nur ein Teil der Tätigkeit von Andreas Eisenschenk. Etwa 1000 Operationen führt der Professor im Jahr aus. Von kleinen Routineeingriffen über die Korrektur von Missbildungen bis hin zum Transport lebenden Knochenmaterials an andere Körperstellen, um größere Defekte zu heilen.

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Jeweils die Hälfte der Woche verbringt der 57-Jährige in Berlin und Greifswald. Denn Andreas Eisenschenk leitet auch die Abteilung für Hand, Replantations- und Mikrochirurgie des Unfallkrankenhauses Berlin. Und er ist Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie.



Eckhard Oberdörfer