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Greifswald Diabetesforscher feiern Jubiläum
Vorpommern Greifswald Diabetesforscher feiern Jubiläum
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00:00 12.01.2018
Wir können gegen internationale Konkurrenz bestehen.Dr. Eckhard Salzsieder, Geschäftsführer
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Karlsburg

Grund zum Feiern im Institut für DiabetesGerhard Katsch“ in Karlsburg (IDK): Seit 25 Jahren arbeitet die Forschungseinrichtung in Form eines gemeinnützigen Vereins erfolgreich im In- und Ausland. Das Institut wurde bereits 1930 von Gerhard Katsch gegründet und entwickelte sich zu einem der weltweit führenden Einrichtungen für die Erforschung und Behandlung der Zuckerkrankheit. Aktuell existieren Kooperationen mit 20 Instituten weltweit.

Institut „Gerhard Katsch“ seit 25 Jahren mit Projekten im In- und Ausland erfolgreich

Wie Institutsdirektor Dr. Eckhard Salzsieder betonte, liegen die Schwerpunkte der Arbeit für das IDK gegenwärtig im Bereich der Telemedizin und in der Kooperation mit innovativen, regional ansässigen Forschungseinrichtungen wie dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie Greifswald (INP). So beteiligen sich beide Institute mit Forschungsergebnissen zum „Diabetischen Fußsyndrom“ am Ideenwettbewerb MV 2018. „Vorgesehen ist, die Kooperationsbeziehungen weiter auszubauen“, sagt Salzsieder.

Viel Aufmerksamkeit erhält das Diabetes-Institut, auch für das computergestützte Programm mit Namen Kadis, das anhand konkreter Angaben zu einem Patienten dessen Stoffwechsel simuliert. Auf diese Weise lassen sich Schwachstellen erkennen. Zugleich können mit dem Programm Änderungen in der Insulintherapie, der Nahrungsaufnahme sowie der körperlichen Aktivität des Zuckerkranken getestet und dem betreuenden Arzt Empfehlungen für eine bessere Behandlung gegeben werden.

Das Kadis-Projekt ist beispielsweise in das Projekt „Power2DM“ eingebunden. Dazu gehören acht Partner aus sechs europäischen Ländern. Das Projekt wurde von einer internationalen Jury mit dem Prädikat „exzellent“ bewertet und wird von der EU seit 2015 für vier Jahre mit der Maximalsumme von fünf Millionen Euro gefördert. Das IDK ist als einziger deutscher Projektpartner dabei. Dank Kadis gibt es auch einen 15-jährigen Kooperationsvertrag mit City of Hope, USA, zu personalisierbaren Gesundheitsdienstleistungen. „Für uns ist das eine große Ehre, gegen internationale Konkurrenz bestanden zu haben“, so Salzsieder. Zudem werden Dutzende weitere vom Bund, vom Land und von der Deutschen Diabetes Gesellschaft geförderte Projekte von den 18 Mitarbeitern des Institutes bearbeitet.

Stolz sind die Karlsburger auf die drei aus dem Verein ausgegründeten Unternehmen. Dabei handelt es sich um das Diabetes Service Center, wo Diabetiker in Zusammenarbeit mit der DAK und der AOK Nordost einen Drei-Tage-Test machen, und die Institut für Diabetes Karlsburg GmbH. Die Firma überprüft die Messgenauigkeit der Teststreifen und Blutzucker-Messgeräte. 100 Patienten des Klinikums Karlsburg sind in die Messungen eingebunden. Die Diabetes Verwaltung Karlsburg GmbH ist die dritte Firma.

Wie der Geschäftsführer betonte, trage die Forschungstätigkeit des Institutes Früchte: „Mittlerweile haben wir 21 Patentanmeldungen“, sagt Salzsieder. Nach seinen Worten führe die erfolgreiche Tätigkeit des Diabetes-Institutes dazu, dass es inzwischen Interesse von anderen Forschungseinrichtungen und Firmen aus dem In- und Ausland gebe, sich ebenfalls in Karlsburg anzusiedeln. „Um unsere Zukunft ist mir deshalb nicht bange“, sagt Salzsieder.

Cornelia Meerkatz

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