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Greifswald Die Hüterin des Friedricherbes in Greifswald
Vorpommern Greifswald Die Hüterin des Friedricherbes in Greifswald
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10:13 29.08.2019
Die Leiterin des Caspar-David-Friedrich-Zentrums, Caroline Barth, vor einem Bild des Caspar-David-Friedrich-Preis-Trägers von 2013, Clemens Tremmel, in der Galerie des Zentrums Quelle: Eckhard Oberdörfer
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Greifswald

Seit Februar 2019 ist Caroline Barth Geschäftsführerin des Caspar-David-Friedrich-Zentrums. Das heißt, die gebürtige Saarländerin ist für die Ausstellung rund um Leben und Wirken des großen Malers und für eine zugehörige Galerie in der Langen Straße verantwortlich. An gleicher Stelle stand das Geburtshaus des Meisters. Teile der erhaltenen Friedrich’schen Seifensiederei gehören ebenfalls zum Zentrum.

„Ich kannte Greifswald nur als Geburtsstätte Friedrichs, bevor ich mich fürs Studium interessierte.“ Barth faszinierte das Gemälde, in dem der Meister die Eldenaer Ruine in das Riesengebirge versetzte. Für den Studienort Greifswald entschied sie sich wegen geringen Größe, der Nähe zum Wasser und der deutschlandweit einmaligen Möglichkeit, gleichzeitig Bildende Kunst und Kunstgeschichte zu studieren.

„Mit Friedrich beginnt die Eldenarezeption“, führt sie aus. „Er machte die Menschen darauf aufmerksam, so dass der von ihm gezeichnete Zustand erhalten blieb.“ Das zeige den Einfluss der Kunst, die Wahrheiten erhalten und schaffen könne.

Ihre liebsten Stationen des Caspar-David-Friedrich-Bildwegs? „Das sind die Stationen An den Bleichen und der Hafen“, sagt Caroline Barth nach einigem Zögern. „Ich mag den Weg in die Salzwiesen und den Hafen mit den Traditionsseglern, obwohl Caspar David Friedrich sie höher malte, als sie waren.“ Da ist der Weg zu ihrem Engagement im Verein der Museumswerft und der Reihe „Kino auf Segeln“ nicht weit.

Greifswald sei in Sachen Caspar David Friedrich schon sehr gut aufgestellt, schätzt Barth ein. Der Friedrich-Ort werde durch die Galerie der Romantik noch einmal stark an Bedeutung gewinnen. „Ich würde mir noch mehr Originale wünschen, aber das ist eine Frage des Geldes und des Angebotes.“ Das Caspar-David-Friedrich-Zentrum sei mehr als ein Personalmuseum. „Es ist ein Ort der zeitgenössischen Kunst, die auf ihn und seine Zeitgenossen zurückgeht.“ Das Gedankengut der Romantik habe einen hohen Stellenwert für die zeitgenössische Kunst.

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