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Greifswald Die Miller Family erobert die Straßen und Bühnen Deutschlands
Vorpommern Greifswald Die Miller Family erobert die Straßen und Bühnen Deutschlands
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09:56 06.07.2019
Für die Familie geht es wieder auf Deutschlandtour. Quelle: Miller Family
Greifswald

Eine große Familie, die gemeinsam Straßenmusik macht und mit einem Bus durch Deutschland tourt – hört man diese Beschreibung, denkt man unweigerlich an die Kelly Family. Doch auch Vorpommern hat eine Musikerfamilie – zwar noch nicht so erfolgreich, aber stark im Kommen: Die Miller Family aus der Nähe von Greifswald, bestehend aus den Töchtern Maria, Jorinde, Maya, Leonie, Bella und dem Vater Tom, erobern die Bühnen und Straßen Deutschlands. Zuletzt standen sie bei der MDR-Muttertagsshow sogar mit der Kelly-Family zusammen auf einer Bühne. „Wir nehmen die Vergleiche sportlich“, sagt der Vater. „Eigentlich ist das ja ein Kompliment.“

Persönlich, mit Herzblut und Folk-Rock – So beschreibt der Vater Tom Miller die Musik, die die Band spielt. Die Millers haben vor allem selbstgeschriebene, deutschsprachige Songs im Programm, begleitet von Bass, Geige, Akkordeon, Cajon und Gitarre. Die Bandgründung erfolgte eher zufällig. Auf einem Geburtstag musizierte die Familie gemeinsam, woraufhin sie von einem Freund eine Einladung für einen Auftritt auf der Glaisiner Rocknacht im Jahre 2016 bekamen. Nur ein halbes Jahr hatten sie Zeit, ein Repertoire zu erarbeiten. Nach der Rocknacht nahm die Karriere der Band Fahrt auf, wurde sogar für eine Talentshow in Russland angefragt – und nahmen daran teil.

„Der Auftritt war riesig“, erinnert sich Mutter Simone an den Auftritt für den TV-Sender „russia1“. Dort standen sie auch mit Popsänger Thomas Anders auf der Bühne. Jedoch gab es auch einen Haken: „Man hat uns gesagt, dass wir keine eigenen Instrumente mitnehmen dürfen“, berichtet die Mutter. „Wir wurden mit ausgeborgten Instrumenten ausgestattet. Das Akkordeon funktionierte nicht richtig – erst mit einem Schlag konnte es wieder in Gang gesetzt werden. Bella hatte eine zu kleine Geige, da waren dann ein paar Töne schief. Aber es hat alles funktioniert.“ Die Russen wären sehr begeisterungsfähig gewesen und dieses Erlebnis einmalig.

Dass die Band gleichzeitig Familie ist, wäre kein Problem. „Die Zusammengehörigkeit ist schon sehr stark bei uns“, sagt Maya. Jeder wachse an seinen Aufgaben „Kritik nimmt man aus der Familie wohl besser an als in einer normalen Band.“ Manchmal hätten sie Probleme, sich zum Proben zu motivieren, denn die Familienmitglieder haben noch viele weitere Hobbys. Die beiden ältesten Bandmitglieder sind Studenten, eine ist dafür nach Berlin gezogen. „Unsere Termine so zu organisieren, dass alle Zeit haben, ist schon eine Herausforderung“, sagt die Mutter. „Außerdem“, sagt sie, „ist es für Tom manchmal schwierig den Spagat zwischen Bandmitglied bzw. Kumpel und Vaterrolle herzustellen.“ Dennoch mache ihnen das Musizieren sehr viel Spaß – bis zum nächsten Jahr sind die Auftritte durchgeplant.

Auf den Straßen Deutschlands machen die Familie nur in den Ferien Musik, denn die Kinder gehen noch in die Schule oder studieren. In wenigen Tagen ist es wieder soweit – dann fahren sie mit ihrem Bus durch Norddeutschland bis nach Frankreich und machen täglich etwa eine halbe Stunde Musik auf der Straße. Der Rest der Zeit werde für Urlaub genutzt. „Museen und Sehenswürdigkeiten sehen wir uns gerne an“, sagt die Mutter. „Und dann geht es weiter in die nächste Stadt.“ Bei ihren Auftritten auf der Straße möchte die Band das Bühnenprogramm zu perfektionieren. „Das bekommt man beim Üben Zuhause nicht hin, weil die Reaktionen des Publikums fehlen. Auf der Straße kann man das sehr gut ausprobieren – in Interaktion mit den Leuten treten und am Ausdruck arbeiten und die Musik routiniert werden lassen“, erklärt Vater Tom das Konzept. Dabei erhält die sechsköpfige Band viel positives Feedback aus dem Publikum. „Es hat sogar schon mal jemand angefangen zu weinen vor Rührung“, sagt Simone. Außerdem sei es eine tolle Form Urlaub zu machen, schließlich schweißt es zusammen, lange auf kleinstem Raum auszukommen.

Stefanie Ploch

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